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Ärzteschaft

Masern: Feldmann klar für Impfung, skeptisch gegenüber Impfpflicht

Mittwoch, 24. Juli 2013

Berlin – In der aktuellen Diskussion um die Masernimpfung hat sich auch die Kassen­ärztliche Bundesvereinigung (KBV) zu Wort gemeldet. Im aktuellen Interview mit KV-on, dem digitalen Nachrichtenkanal der KBV, hat sich KBV-Vorstand Regina Feldmann zu diesem Thema geäußert. Sie sprach sich ganz klar für eine Impfung aus, zeigte sich aber skeptisch gegenüber einer Impfpflicht.

„Mit der Pflicht ist das immer so eine Sache“, sagte Feldmann. Es sollten zuvor alle anderen Möglichkeiten ausgeschöpft werden. Dann könne es sinnvoll sein, eine Pflicht einzuführen. Auch, um andere Menschen zu schützen, die sich nicht impfen lassen können. „Aber Pflicht sollte nicht am Anfang stehen, vorher können – glaube ich – noch große Anstrengungen auch in den Arztpraxen und im öffentlichen Gesundheitsdienst, aber auch in Presse und Rundfunk, unternommen werden“, verwies das Vorstands­mitglied.

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Zudem erklärte Regina Feldmann, was Ärzte für bessere Impfraten tun können. Sie empfahl unter anderem, dass Kinderärzte und zum Teil auch Hausärzte noch stringenter auf die korrekte Durchführung der Impfung achten. „Auch in den Hausarztpraxen sollte später darauf gedrängt werden, dass Jugendliche, die in der Kindheit nicht zweimal gegen Masern geimpft wurden, mindestens die zweite Impfung nachholen“, so Feldmann. Könne jemand gar keine Impfung nachweisen, sei zudem eine Antikörperbestimmung angebracht. © hil/aerzteblatt.de

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