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Politik

Pflegeleitlinien und Standards im Qualitätscheck

Donnerstag, 25. Juli 2013

Berlin – Im deutschsprachigen Raum sind allgemeingültige Leitlinien zu pflegerelevanten Themen Mangelware. Dies zeigt eine aktuelle Studie der Stiftung Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP). Demnach kam von 575 untersuchten Leitlinien und Standards lediglich 21 Dokumenten eine  überregionaler Bedeutung. Diese hätten zwar teilweise die international anerkannten Qualitätskriterien für Leitlinien erfüllt, ließen aber dennoch wichtige Kriterien außer Acht.

So mahnten die Forscher beispielsweise eine Konkretisierung der Pflegeleitlinien und Standards sowie die Notwendigkeit einer interdisziplinären Erarbeitung an. Diese konnte nur bei vier der untersuchten Handlungsempfehlungen nachgewiesen werden. Auffallend sei auch, dass nur eine  Pflegeleitlinie die Patienten- bzw. Bewohnerperspektive einbeziehe.

„Die Verbraucherperspektive muss bei der Entwicklung von Leitlinien und Standards dringend Berücksichtigung finden“, forderte ZQP-Vorstandsvorsitzender Ralf Suhr. Schließlich könne Qualität nicht über die Köpfe derjenigen hinweg verordnet werden, die durch Qualitätsstandards geschützt und deren Lebensqualität verbessert werden solle.

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Ergänzend zur Studie hat das ZQP einen interdisziplinären Expertenworkshop durch­geführt. Ihre Einschätzungen und Empfehlungen bestätigen die Studienergebnisse. „Künftige Pflegeleitlinien müssen hinsichtlich der methodischen Entwicklung, der Verbraucherbeteiligung, des Nachweises einer Wirksamkeit und des Wissenstransfers in die Pflegepraxis konsequent weiterentwickelt werden“, so das Resümee. © hil/aerzteblatt.de

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