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Ärzteschaft

Zukunftsallianz für Gesundheit will medizinische Fakultät Halle dauerhaft gestärkt wissen

Freitag, 26. Juli 2013

Halle – Gemeinsam mit zahlreichen akademischen Lehrkrankenhäusern, medizinischen Fachgesellschaften sowie Ärzte-, Apotheker- und Wohlfahrtsverbänden hat die Ärztekammer Sachsen-Anhalt ein klares Bekenntnis zur Spitzenmedizin in Halle gefordert. In einer gemeinsamen Resolution rief die „Zukunftsallianz für Gesundheit“ die Landesregierung auf, die Medizinische Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg als Vollfakultät mit vorklinischer und klinischer Ausbildung zu erhalten.

„Aus Sorge um unser Land, die Menschen und ihre medizinische Versorgung appellieren wir an alle verantwortlichen Politiker: Lassen Sie die Universitätsmedizin in Halle nicht sterben“, so die Unterzeichner. Sie  befürchten, dass der Abbau der Universitätsmedizin in Halle den Ärztemangel der Region gravierend verstärken könnte. „Wer jetzt an Ausbildung spart, verspielt die Zukunft für Sachsen-Anhalt“, warnte die Allianz.

So hätten das viel beachtete Curriculum sowie die modernen Strukturen der Universitätsmedizin in Halle maßgeblich dazu beigetragen, dass 60 Prozent der Medizinabsolventen nach ihrem Abschluss in der Region tätig würden. Dies sei umso wichtiger, da in Sachsen-Anhalt jährlich bis zu 230 Ärzte in Rente gehen und das Land schon heute die höchste Erkrankungs- und Sterberate bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen aufweise. Gleichzeitig werde aufgrund der demografischen Entwicklung die Anzahl der Demenzerkrankungen in den kommenden Jahren spürbar steigen.

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„Die Universitätsmedizin Halle bietet ein großes Maß von Spezialsprechstunden an, die von keinem privatem Träger wegen der fehlenden Refinanzierung betrieben werden würden“, heißt es in der Resolution. Darüber hinaus sei die Wissenschaft im Bereich der Epidemiologie auf diesem Gebiet in Halle bereits Forschungsschwerpunkt und trage ebenfalls maßgeblich zur Behandlungsqualität bei.

Zudem sei die Universitätsmedizin Halle ein wichtiger Wirtschaftsfaktor im Süden Sachsen-Anhalts und für die Versorgung unentbehrlich. „Über die zentrale Notaufnahme werden schon jetzt die Aufgaben von mehr als 15 Hausärzten mit übernommen, die im Süden von Sachsen-Anhalt nicht mehr zur Verfügung stehen“, heißt es in der Resolution.

Gleichzeitig würden in der Klasse Allgemeinmedizin und der Verbundweiterbildung Allgemeinmedizin künftige Landärzte ausgebildet. Vor diesem Hintergrund forderten die Unterzeichner der Resolution „den uneingeschränkten Erhalt der medizinischen Vorklinik und Klinik jetzt und in Zukunft“. © hil/aerzteblatt.de

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