NewsVermischtesFachgesellschaft warnt vor erhöhtem Herzinfarktrisiko durch Hitzewelle
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Vermischtes

Fachgesellschaft warnt vor erhöhtem Herzinfarktrisiko durch Hitzewelle

Mittwoch, 31. Juli 2013

Heidelberg – Angesichts der erwarteten Hitzewelle hat die Deutsche Hochdruckliga (DHL) auf die erhöhte Herzinfarktgefahr für Menschen mit Bluthochdruck hingewiesen. Für Betroffene seien bereits Temperaturen von über 25 Grad Celsius sehr belastend.Daher rät die DHL insbesondere älteren Menschen, bei Hitze täglich den Blutdruck zu kontrollieren und bei stark abweichenden Werten Rücksprache mit dem Arzt zu halten.

Steigen die Außentemperaturen von einem auf den nächsten Tag um mehr als fünf Grad, wächst der DHL zufolge die Herzinfarktgefahr für Menschen mit Bluthochdruck und Herz-Kreislauf-Erkrankungen um rund 60 Prozent. „Bluthochdruck-Patienten sollten besonders in diesen Situationen täglich ihren Blutdruck kontrollieren, ausreichend trinken und gegebenenfalls nach Absprache mit ihrem Arzt die Medikamente anpassen“, erklärte Hans-Georg Predel, stellvertretender DHL-Vorstandsvorsitzender.

Denn durch die plötzliche Hitze drohten Herzrhythmusstörungen. Ein Risiko bestehe auch, wenn die Temperatur wieder stark abfällt oder der Luftdruck schwankt. „Dann können sich die Herzkranzgefäße verkrampfen“, so Predel.

Anzeige

Tipps gegen die Tropenhitze

Berlin – In den nächsten Tagen sollen die Temperaturen wieder auf weit über 30 Grad steigen, aufgrund einer hohen Luftfeuchtigkeit können es gefühlte 40 Grad werden. Für gesunde Menschen ergeben sich keine Probleme, alte und chronisch Kranke sollten vorsorgen. 

Bei beständig hohen Temperaturen sinkt nach Angaben der Fachgesellschaft der Blutdruck, da sich die Blutgefäße erweitern. Nehmen Patienten blutdrucksenkende Medikamente, kann dieser Effekt noch verstärkt werden. Die Folge sind Schwindel, Schwächeanfälle und im schlimmsten Fall ein Kreislaufkollaps. „Sinkt bei länger anhaltenden Temperaturen über 25 Grad der systolische Blutdruckwert dauerhaft auf 110 mmHg oder sogar darunter, sollten Betroffene ihren Arzt aufsuchen“, empfahl Predel.

Hier sei eventuell eine vorübergehende Dosisreduktion notwendig. Allerdings sollten Betroffene den Blutdruck weiterhin kontrollieren, um bei einem Anstieg rechtzeitig gegenregulieren zu können. Stellt sich die Hitze nur für wenige Tage ein, sei eine Anpassung der Medikamente meist nicht notwendig. © hil/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS
LNS LNS

Fachgebiet

Stellenangebote

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER