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Medizin

Leberfunktions­störungen unter Pazopanib

Mittwoch, 31. Juli 2013

München – Der Kinase-Inhibitor Pazopanib, der Mitte 2010 zur Behandlung von Nierenzellkarzinom und Weichteilsarkom, jeweils im fortgeschrittenen Stadium, zugelassen wurde, führt häufiger als erwartet zu Leberschäden bis hin zum Organversagen. Der Hersteller fordert deshalb häufigere Kontrollen der Leberfunktion.

Laut Hersteller kommt es bei ein bis 10 Prozent der Patienten unter der Therapie mit Pazopanib zu Leberfunktionsstörungen, die zum Leberversagen einschließlich einem tödlichen Ausgang führen können. Der Hersteller gibt die Rate der schweren Verläufe mit 1 zu 100 bis 1 zu 1000 an.

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Die potenzielle Leberschädigung war bekannt und ist bei der Therapie einer malignen Erkrankung im fortgeschrittenen Stadium ein kalkuliertes Risiko. Um dem Risiko zu begegnen und Pazopanib rechtzeitig absetzen zu können, waren ursprünglich in den ersten vier Monaten der Behandlung alle vier Wochen Kontrollen der Leberwerte vorgesehen.

Die bisherigen Erfahrungen mit dem Medikament haben nun gezeigt, dass die Leberkomplikationen häufig zwischen der 3. und 9. Behandlungswoche auftreten. Der Hersteller rät jetzt, während dieser Zeit die Kontrollen zu intensivieren. Die Serum-Leberfunktionsuntersuchungen sollten vor Beginn der Behandlung und danach in den Wochen 3, 5, 7 und 9 durchgeführt werden.

Danach sollten die Werte in den Monaten 3 und 4 erneut kontrolliert werden. Später sind die Tests nur noch in regelmäßigen Abständen „wie klinisch indiziert“ notwendig. Bei erhöhten Leberfunktionswerten sollten die Kontrollen häufiger durchgeführt oder Pazopanib vorübergehend beziehungsweise endgültig abgesetzt werden. © rme/aerzteblatt.de

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