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Erlangen verabschiedet sich von Geschlechtertrennung geschützter psychiatrischer Stationen

Donnerstag, 1. August 2013

Erlangen – Das Universitätsklinikum Erlangen will die Geschlechtertrennung in seiner Psychiatrischen und Psychotherapeutischen Klinik abschaffen. Bislang gehörte das Universitätsklinikum zu einer Minderheit von Kliniken, die noch getrennt-geschlechtliche geschützte Stationen unterhalten – eine für Männer und eine für Frauen. Da die Vorteile gemischter Stationen in verschiedenen Studien nachgewiesen wurden, sollen nun die beiden geschützten getrennt-geschlechtlichen Stationen auf einer Station zusammen­gelegt werden. Besondere Schutzräume für traumatisierte Frauen oder Männer sollen aber erhalten bleiben.

„Genauso wie im gesamten Außenbereich und bei unseren therapeutischen Angeboten soll nach reiflicher Überlegung und Diskussion mit Betroffenen die strikte Geschlechter­trennung nun auch im Innenbereich aufgehoben werden", sagte Klinikdirektor Johannes Kornhuber. Auf der geplanten geschützten gemischt-geschlechtlichen Station wird es aber auch abgetrennte Bereiche für Frauen und Männer geben, ebenso wie Rückzugs­bereiche für besonders schutzbedürftige Patientinnen und Patienten.

Wie bisher werden auch künftig gemischt-geschlechtliche therapeutische Teams im Einsatz sein, so dass die individuelle Behandlung wunschgemäß von einer Frau oder einem Mann übernommen werden kann. Auch getrennt-geschlechtliche therapeutische Angebote sollen erhalten bleiben.

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Kornhuber gründet sein Reformkonzept auf zahlreiche Studien, die an verschiedenen Standorten auf geschützten psychiatrischen Stationen durchgeführt wurden. „Es zeigt sich deutlich, dass sowohl die Patientinnen und Patienten, wie auch die therapeutischen Teams mit dem Zustand nach Geschlechtermischung zufriedener sind", so der Klinikdirektor. Für Nordbayern gibt es weiterhin eine getrennt-geschlechtliche Station in Würzburg. © hil/aerzteblatt.de

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