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Uniklinik München nimmt neues Radio­pharmazie-Zentrum in Betrieb

Freitag, 2. August 2013

München – Das Klinikum der Universität München hat in Kooperation mit der PET Net GmbH, einem Spin-off der Universität Erlangen, ein neues Radiopharmazie-Zentrum errichtet. Die Produktionsstätte soll die Patientenversorgung sowie Forschung und Lehre im Bereich der Nuklearmedizin sicherstellen. Das 15 Millionen teure Projekt beinhaltet zudem auch eine langfristige Kooperation zur Produktion und Entwicklung von Radio­pharmaka und deren Zulassung.

„Die geplante Produktionsstätte wird die Möglichkeit eröffnen, neue Biomarker für die Diagnostik und Radiotherapeutika für die individualisierte Therapie zukünftig der Patientenversorgung noch schneller zugänglich zu machen“, unterstrich Franz Gildehaus, Projektleiter der Münchener Nuklearmedizin.

Dazu wurde das neue Gebäude mit Zyklotron und Pharmaproduktion nach den aktuellen Strahlenschutz- und Arzneimittelrichtlinien konzipiert, so dass für Mitarbeiter, Patienten und Umwelt ein Optimum an Sicherheit erzielt wird. Die dort hergestellten Produkte können nach industriellen Standards hergestellt werden.

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Die Bestimmung der Vitalität von Gewebe mit Hilfe schwach radioaktiv markierter Subtanzen spielt nicht nur in der Krebsmedizin, sondern zum Beispiel auch bei der Diagnostik eines Herzinfarktes, in der Kinderheilkunde, bei Erkrankungen des Skelettsystems oder in der Neurologie (Alzheimer, Parkinson) eine wichtige Rolle.

Therapeutisch eingesetzt werden Radiopharmaka etwa bei bestimmten Schilddrüsen-Erkrankungen oder in der Tumorbekämpfung. In der Diagnostik steht die Positronen-Emissions-Tomographie (PET) im Vordergrund, ein bildgebendes Verfahren, das eine erhöhte diagnostische Genauigkeit bietet und in der Kombination mit der Computertomographie seit Jahren steigende Untersuchungszahlen aufweist. © hil/aerzteblatt.de

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