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Politik

Geriater bewerten Krankenhausplan NRW als „Durchbruch für die Altersmedizin“

Freitag, 2. August 2013

Köln – Die Deutsche Gesellschaft für Geriatrie (DGG) hat den nordrheinwestfälischen Krankenhausplan 2015 als „Durchbruch für die Altersmedizin“ gelobt. Laut dem jetzt in Kraft getretenen Krankenhausplan werden die geriatrischen Bettenzahlen im größten deutschen Bundesland um 13,3 Prozent auf 4.653 deutlich steigen. Zudem werden Kliniken verpflichtet, bei Übernahme eines Patienten über 75 Jahren ein geriatrisches Screening durchzuführen. Dementsprechend könne die medizinische Versorgung älterer Patienten individuell angepasst und deutlich optimiert werden, so die DGG.

Nach Ansicht von DGG-Präsident Ralf-Joachim Schulz sind bei der stationären Versorgung älterer Menschen zwei Aspekte besonders wichtig: „Erstens: Die frühzeitige Identifikation der Patienten, die von einer altersmedizinischen Behandlung profitieren und zweitens die Umsetzung der Qualitätsmerkmale in geriatrischen Netzwerken.“ Beide Aspekte würden im Krankenhausplan NRW 2015 erstmals umfassend berücksichtigt.

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Insgesamt prognostiziert der Krankenhaus-Rahmenplan, dass 2015 etwa 114.000 Betten benötigt werden. Das sind etwa 10.000 Betten weniger als im Jahr 2010. In der Geriatrie wird jedoch die Bettenzahl um 618 Betten auf 4.653 aufgestockt. Nach Anhörung der Fachgesellschaft und Gewichtung der relevanten Sachverhalte wird von der Regierung sogar ein höherer Bettenbedarf von insgesamt 5.197 Betten als realistisch angesehen.

„Wir werden in Zukunft immer mehr ältere Menschen behandeln, die Lebenserwartung steigt, der demografische Wandel ist in vollem Gange“, unterstrich DGG-Präsident Ralf-Joachim Schulz. Er begrüßte, dass sich die Bedarfsplanung an der neuen demo­grafischen Realität orientiere und äußerte die Hoffnung, dass sich diese Erkenntnis auch in anderen Bundesländern durchsetzten wird. „Der typische Patient der näheren Zukunft wird ein alter Mensch sein. Ein geriatrischer Patient“, so der DGG-Präsident. © hil/aerzteblatt.de

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