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KV Bayerns: Ersatzkassen verbreiten falsche Angaben zu bayerischem Gesundheitswesen

Montag, 5. August 2013

München – Der Verband der Ersatzkassen (Vdek) verbreitet mit seiner jüngsten Presse­information fehlerhafte und missverständliche Informationen zur ambulanten Versorgung in Bayern. Das kritisiert der Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Bayerns in einem Blog-Beitrag.

„In keinem anderen KV-Bezirk gibt es so viele Ärzte wie in Bayern – 24.210 (2012). Tendenz ständig weiter steigend: Allein gegenüber 2009 wuchs die Zahl der Ärzte um mehr als vier Prozent“, heißt es in der Vdek-Information. „Bayern ist nicht nur flächen­mäßig, sondern auch von der Einwohnerzahl her der mit Abstand größte KV-Bezirk. Insofern macht es schon Sinn, dass hier die meisten Ärzte tätig sind“, schreibt der KV-Vorstand dazu.

„In keinem anderen KV-Bezirk gibt es so viele Behandlungsfälle pro Quartal wie in Bayern – 18.230.906 (2012). Auch hier ist ein Wachstum von vier Prozent im Vergleich zum Jahr 2009 zu verzeichnen“, so der Vdek weiter.

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Der KV-Vorstand weist darauf hin, dass im Jahr 2009 rund 25 Prozent der bayerischen Versicherten in Hausarztverträge eingeschrieben waren. Sie waren somit in die Statis­tiken für das Jahr 2009 nicht mit eingeflossen. „Nachdem die Einschreibequoten inzwischen deutlich geringer sind, muss man kein Fachmann sein, um zu verstehen, warum es von 2012 zu 2009 natürlich einen Anstieg der Fallzahlen im KV-System gab“, so der Vorstand.

Der Kassenverband weist außerdem darauf hin, dass die Vergütung in Bayern beson­ders hoch sei, nämlich 67,06 Euro je Behandlungsfall pro Quartal 2012. „Die Preise für ärztliche Leistungen von Flensburg bis Oberammergau sind absolut identisch“, schreibt dazu der KV-Vorstand. Das höhere Niveau pro Behandlungsfall sei ausschließlich darin begründet, dass in Bayern mehr Leistungen ambulant erbracht würden als in anderen Bundesländern.

„Wir können es uns nicht vorstellen, dass die bayerischen Versicherten der Ersatzkassen traurig darüber sind, dass sie ambulant gut versorgt werden. Eigentlich müsste dies auch bei den Krankenkassen gut ankommen, sparen sie sich auf diesem Weg doch Mehr­ausgaben im stationären Bereich“, so der KV-Vorstand. © hil/aerzteblatt.de

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