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Ausland

Ärztemangel auch in der Schweiz immer dringlicher

Dienstag, 6. August 2013

dpa

Zürich – Der Ärztemangel in der Schweiz ist bei den Krankenhäusern in den großen Städten angekommen. Das berichtete die Neue Zürcher Zeitung (NZZ) gestern. Zwar sei es nach wie vor kein Problem, genug Assistenzärzte zu finden, aber Oberärzte und leitende Ärzte würden zusehends knapper, berichtet Andreas Zollinger, Ärztlicher Direktor des Stadtzürcher Triemlispitals in der NZZ.

Besonders gesucht werden laut der Zeitung Pädiater, aber auch Rheumatologen, Gynäkologen und Intensivmediziner. Zollinger kritisiert, die Politik in der Schweiz habe den Ernst der Lage noch nicht erkannt. „In fünf Jahren werden wir darüber sprechen müssen, welche Leistungen wir mit dem vorhandenen Personal überhaupt noch erbringen können“, so der Ärztliche Direktor.

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Ein neues Laufbahnmodell für die ärztliche Karriere hat aus diesem Grund das Zürcher Universitätsspital eingeführt. Die Ärzte können dort zwischen drei Laufbahnen wählen, genannt „Tracks“. „Das neue Laufbahnmodell soll die Ärzte stärker an die Klinik binden und die Suche nach neuen Kräften vereinfachen“, erläutert Jürgen Hodler, Ärztlicher Direktor des Universitätsspitals.

Das neue Modell komme den unterschiedlichen Präferenzen der Mitarbeiter entgegen, erklärt er. Manche wollten primär sehr gute klinische Ärzte werden, andere seien dagegen stärker an der Forschung interessiert. Wieder andere seien vor allem froh, wenn ihre Arbeitszeiten klar geregelt seien, zum Beispiel weil sie Zeit für ihre Familie haben wollten.

Aus diesen unterschiedlichen Interessen leiten sich laut Hodler die drei Tracks ab: Der Stationsarzt-Track bietet die gewünschte klare Struktur im Arbeitsleben, der Clinical Track richtet sich vor allem an Praktiker, der Academic Track an Forscher. Hodler betont in der NZZ, dass die Ärzte in allen Fällen gut ausgebildet würden, nur hätten sie unterschiedliche Ausrichtungen und damit unterschiedliche berufliche Perspektiven. Allerdings sei es auch möglich, den Track im Lauf der Ausbildung zu ändern. © hil/aerzteblatt.de

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