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Medizin

US-Kasinos: Weniger medizinische Notfälle nach Rauchstopp

Dienstag, 6. August 2013

dpa

San Francisco – In den USA gibt es strikte Rauchverbote. Nur Kasinos sind in vielen Regionen davon ausgenommen. Eine Studie in Circulation (2013; doi: 10.1161/​CIRCULATIONAHA.113.003455) zeigt jetzt, dass die Einführung eines Rauchverbots in den Spielstätten die Notfallambulanzen entlasten könnte.

Als der US-Staat Colorado 2006 ein Rauchverbot an Arbeitsplätzen und Restaurants einführte, ging die Zahl der Anrufe in den Notfallambulanzen um 22,8 Prozent zurück. Dies hat Stanton Glantz recherchiert, der Leiter des Center for Tobacco Control Research and Education in San Francisco und langjähriger Verfechter des Nichtraucher­schutzes ist.

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Die Spielkasinos waren damals in Colorado vom Raucherschutz ausgenommen worden. Das Glücksspiel ist in den USA nur in bestimmten Orten erlaubt und in Colorado ist der Bezirk Gilpin, eine Stunde Autofahrt von Denver entfernt, ein solches Zentrum. Auf 3 Quadratmeilen gibt es dort nicht weniger als 26 Kasinos, die jährlich von mehr als 40.000 Touristen besucht werden bei einer Einwohnerzahl des Bezirks von 5.604 Personen.

Im Jahr 2008 wurde auch in den Kasinos das Rauchen verboten, und damit ging auch im Gilpin County die Zahl der Anrufe in den Notfallambulanzen zurück, dieses Mal um 19,1 Prozent, wie Glantz berichtet. Der Wissenschaftler führt dies auf akute Auswirkungen von Tabakrauch auf die Blutgefäße zurück.

Experimentelle Studien hätten gezeigt, dass es auch beim Passivrauchen schon nach 30 Minuten zu Störungen in den Blutgefäßen komme. Passivrauch begünstige die Entwicklung von intraarteriellen Gerinnseln und er störe die Fähigkeit der Blutgefäße, sich auf Ischämiereize hin zu erweitern. Beides kann einen Herzinfarkt triggern. © rme/aerzteblatt.de

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