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Chirurgen rufen Erwachsene zu Tetanus-Impfung auf

Mittwoch, 7. August 2013

Berlin – Nicht nur vor Masern, auch vor Tetanus sind viele Erwachsene nicht mehr geschützt: Nur 71 Prozent aller Erwachsenen sind neuesten Zahlen des Robert-Koch-Instituts zufolge wirksam gegen Tetanus geimpft. „Selbst Bagatellverletzungen können dann Eintrittspforte für Tetanus-Erreger sein“, warnte Jörg Ansorg, Geschäftsführer des Berufsverbandes Deutscher Chirurgen, heute in Berlin und rief dazu auf, den Impfstatus zu überprüfen

Tetanus ist eine durch Bakterien verursachte Erkrankung, die schwere Komplikationen mit sich bringen und tödlich enden kann. Alle zehn Jahre sollte die Tetanus-Impfung zusammen mit einer Impfung gegen Diphtherie aufgefrischt werden.

Zusätzlich empfiehlt die Ständige Impfkommission die Kombination mit einer Keuchhusten-Impfung. Gegen Pertussis sind in Deutschland nur 35 Prozent der Erwachsenen geimpft. Für Erwachsene verläuft die hoch ansteckende Erkrankung meist harmlos, für kleine Kinder im Familien- oder Freundeskreis kann sie jedoch bedrohlich werden.

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„Geimpfte Erwachsene schützen mit einer Impfung gegen Tetanus, Diphtherie und Pertussis also nicht nur sich selbst, sondern auch Säuglinge und Kleinkinder in ihrer Umgebung“, betonte Ansorg. © dpa/aerzteblatt.de

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chinamed
am Donnerstag, 8. August 2013, 09:06

Fragwürdige Darstellung der Impfnotwendigkeit

Nach den Untersuchungen, die mir bekannt sind, hält der Tetanusschutz länger als 10 Jahre. Das RKI führt dazu aus: "Es gilt, dass jede Impfung zählt und eine einmal erfolgte Grundimmunisierung auch bei Intervallen, die mehr als zehn Jahre betragen, nicht wiederholt werden muss."
In der hier verkürzt dargestellten Fassung wird der falsche Eindruck erweckt, als ob unbedingt regelmäßig alle 10 Jahre geimpft werden müsste. Von einer Titerbestimmung ist gar nicht erst die Rede. In dieser verkürzten Form ist die Mitteilung eindeutig falsch. Entweder wird der Sachverhalt richtig dargestellt, oder er sollte besser nicht verkürzt aufgegriffen werden. Zu viel Impfung kann durchaus schädlich sein. Darauf wird leider nicht hingewiesen.
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