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Ärzteschaft

Ärzte und Apotheker warnen vor Arzneimittel­fälschungen

Mittwoch, 7. August 2013

Mainz – Sechs bis sieben Prozent der Medikamente in Industrieländern und bis zu 80 Prozent aller Arzneimittel in Entwicklungsländern sind Fälschungen. Auf diese Zahlen der Welt­gesund­heits­organi­sation haben die Landesärzte- und die Landesapothekerkammer Rheinland-Pfalz hingewiesen.

„Die Gesundheit unserer Patienten ist uns sehr wichtig. Daher möchten wir aufklären, damit die lebensgefährlichen Verlockungen von Arzneimittelfälschern kein Interesse finden“, sagte Kammerpräsident Frieder Hessenauer zum Erscheinen einer Broschüre, die Ärzte und Patienten über die Gefahren der Fälschungen aufklären soll. An der Publikation haben sich auch das Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie des Bundeslandes und der sogenannte Gesundheitspolitische Arbeitskreis Mitte beteiligt.

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Danach reicht die Bandbreite der Arzneimittelfälschungen von Plagiaten über schwerwiegende Qualitätsmängel bei den verarbeiteten Stoffen bis hin zu falschen Inhaltsangaben der Arzneimittel. Die Gewinnspannen bei Arzneimittelfälschungen seien höher als beim Handel mit harten Drogen. Weltweit operierende Fälschersyndikate organisierten den Handel. Gefälscht werden laut der Broschüre Lifestyle-Arzneimittel wie Potenz- und Schlankheitsmittel genauso wie blutdruck- und cholesterinsenkende Arzneimittel, Malaria-, Tuberkulose-, HIV-Medikamente und Zytostatika.

„Die gemeinsame Informationsinitiative soll die Patienten sensibilisieren, im Internet bei virtuellen Anbietern, die kein offizielles Sicherheitslogo haben und vorab kein Rezept einfordern, keine verschreibungspflichtigen Arzneien zu kaufen“, betonen Ärzte- und Apothekerkammer. Auf Urlaubsreisen sollten Bürger keine in Deutschland verschreibungspflichtigen Arzneimittel kaufen, nur weil sie dort billiger seien.    hil

© hil/aerzteblatt.de

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