Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Vermischtes

Ergotherapie bei Demenz erfolgreich

Mittwoch, 7. August 2013

dpa

Köln - Ergotherapie hat positive Effekte bei mittlerer und schwerer Demenz. Sie ver­bessert die Lebensqualität und den Gemütszustand von Demenzkranken Das berichten Wissenschaftler im Health Technology Assessment-Bericht (HTA-Bericht) des Deutschen Instituts für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI).

Wichtig sei, dass die Therapiemaßnahmen an die jeweiligen Bedürfnisse des Patienten angepasst sind. Neben der Entlastung der Patienten und ihrer Angehörigen im alltäg­lichen Leben, kann die Ergotherapie dazu beitragen, dass Demenzkranke bis zu ein­einhalb Jahre später ins Heim kommen. Zudem können dem HTA-Bericht zufolge gegebenenfalls Kosten eingespart werden, da die ergotherapeutischen Maßnahmen den medizinisch-pflegerischen Aufwand reduzieren.

Die Auswirkungen sind je nach Behandlungsverfahren unterschiedlich:

  • Kognitive Stimulation verzögert bei leichter bis mittlerer Demenz den geistigen Abbau und vermindert Verhaltensauffälligkeiten.
  • In allen drei Stadien der Demenz hilft die sensorische Stimulation für das Sozialverhalten und tägliche Aktivitäten.
  • In Kombination mit anderen Verfahren kann das Funktions- und Fertigkeitstraining Lebensqualität, Stimmung und Gesundheitszustand verbessern.

Obwohl die Autoren bemängeln, dass wenige Studien die verschiedenen Stadien der Demenz berücksichtigen und die Beobachtungszeiträume zu kurz sind, empfehlen sie die ergotherapeutischen Maßnahmen. Ziel sei es schließlich, eine relativ hohe Lebensqualität im Alltag zu erreichen und geistige Leistungsfähigkeit und Selbstständigkeit möglichst lange aufrechtzuhalten. Jedoch fordern sie weitere Untersuchungen, die sich vor allem im Bereich der unterschiedlichen Stadien der Demenz spezialisieren. © LB/aerzteblatt.de

Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

mimas
am Sonntag, 8. Januar 2017, 23:51

Ergotherapie bei M Alzheimer

Das kann man kassenärztlich nur in Sonderfällen verordnen, wenn man Regresse nicht riskieren will

Nachrichten zum Thema

16.05.17
Untergewicht wahrscheinlich kein Auslöser für Demenz
Kopenhagen – Ein zu niedriges Körpergewicht scheint kein direkter Auslöser einer Demenz zu sein. Davon gehen Forscher der Universität Kopenhagen aus, die mit Arbeitsgruppenleiterin Ruth Frikke-Schmidt......
03.05.17
Chicago – Wie sensibel Menschen auf degenerative Schädigungen des Gehirns reagieren, könnte von der genetischen Prädisposition abhängen. Forscher des Rush Alzheimer’s Disease Center um David Benett......
24.04.17
Framingham-Studie sieht Süßstoff als Schlaganfall- und Demenzrisiko
Boston – Zwei neue Analysen der Framingham Heart Studie stellen die Sicherheit von Süßgetränken infrage, vor allem wenn sie mit künstlichen Süßstoffen versetzt sind. Laut einer Publikation in Stroke......
19.04.17
Berlin – Mit einem Projekt „Wissenstransfer: Demenzsensibles Krankenhaus“ engagiert sich der Deutsche Evangelische Krankenhausverband für demenzsensible Strukturen in Krankenhäusern. Schirmherr des......
19.04.17
Hamm/Winterberg – Ein Krankenhaus in Winterberg muss etwa 93.300 Euro Schadenersatz für eine demente Patientin zahlen, die aus dem Fenster geklettert und in die Tiefe gestürzt war. Wie das......
13.04.17
Kuopio – Psychische Störungen erhöhen das Risiko für eine Alzheimererkrankung eher nicht. Die Tatsache, dass vor der Diagnose einer Alzheimererkrankung vermehrt psychiatrische Störungen diagnostiziert......
11.04.17
Exeter – Rehabilitationsmaßnahmen sind nicht nur nach Unfällen oder akuten Erkrankungen wichtig, sondern auch bei Demenzkranken. Für eine Stärkung der Rehabilitation in der Versorgung von dementen......

Fachgebiet

Anzeige

Themen suchen

A
Ä
B
C
D
E
F
G
H
I
K
L
M
N
O
Ö
P
Q
R
S
T
U
Ü
V
W
Y
Z
Suchen

Weitere...

Login

Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

E-Mail

Passwort

newsletter.aerzteblatt.de

Newsletter

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterher zu rennen: Der tagesaktuelle Newsletter

Aktuelle Kommentare

Archiv

RSS

RSS

Die aktuellsten Meldungen als RSS-Feed. Mit einer geeigneten Software können Sie den Feed abonnieren.

Anzeige