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Ärzteschaft

Internisten fordern Zuschläge für Universitätskliniken

Donnerstag, 8. August 2013

Wiesbaden – Einen Systemzuschlag für Hochschulklinika fordert die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM). Die Fachgesellschaft schließt sich damit den Forderungen der Bundes­ärzte­kammer und der Deutschen Hochschulmedizin an.

Patienten mit seltenen Erkrankungen, Schwerverletzte, Schwerstkranke und Notauf­nahmen seien typische Fälle eines Universitätsklinikums, argumentiert die DGIM. Ihre Behandlung erfordere modernste, technisch anspruchsvolle und damit oft teure Verfahren.

Diese sogenannte Supramaximalversorgung erfülle die Hochschulmedizin ebenso wie Forschung und Weiterbildung von Assistenzärzten. „Dennoch erhalten Universitäts­kliniken für die Krankenversorgung nicht mehr Geld als andere Krankenhäuser“, kritisierte Ulrich Fölsch, Generalsekretär der DGIM aus Kiel. Die entsprechenden Pauschalen reichten aber für die Behandlung von schwerst- und mehrfach erkrankten Patienten häufig nicht aus.

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„Der Fehlbetrag zwischen Kostenerstattung und tatsächlichem Aufwand ist immens und die Kliniken müssen ihn aus eigener Kasse finanzieren“, sagte DGIM-Vorstandsmitglied Gerd Hasenfuß. Im Extrem beläuft sich das Defizit auf bis zu 30.000 Euro pro Fall und auf bis zu zehn Millionen Euro jährlich pro Universitätsklinikum. Auch die Kosten für neue Untersuchungs- und Behandlungsmethoden würden oft nicht erstattet, so Hasenfuß.

„Bedarf und Leistungen der Universitätsmedizin sind im bestehenden Finanzierungs­system nicht angemessen berücksichtigt“, so Fölsch. Deshalb fordere die DGIM eine dritte Finanzierungssäule für Hochschulkliniken. Diese müsse in Form eines Systemzuschlags erfolgen, etwa als Zuschlag auf jeden abzurechnenden Fall. © hil/aerzteblatt.de

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