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Politik

HIV in Großstädten am weitesten verbreitet

Freitag, 9. August 2013

Berlin – In Deutschland ist HIV in Köln, Stuttgart, Hamburg, Berlin, Mannheim, Frankfurt am Main, Düsseldorf und Wiesbaden am stärksten verbreitet. Hier kommen auf 100.000 Einwohner mehr als zehn HIV-Infizierte. In Köln liegt die Zahl bei 12,29, in Stuttgart bei 12,23 und in Hamburg bei 11,40. Knapp unterhalb von zehn liegen München und Essen. Das berichtet die Deutsche AIDS-Stiftung in ihrem heute erschienenen Jahresbericht 2012.

Die Deutsche AIDS-Stiftung hilft seit 1987 HIV-positiven und an AIDS erkrankten Men­schen in materiellen Notlagen. Außerdem unterstützt sie Projekte für Betroffene im In- und Ausland. 2012 hat die Stiftung laut dem Bericht mehr als 3,82 Millionen Euro aus Spenden, Zuwendungen und Kapitalerträgen eingenommen, sie konnte 1.968 Hilfsan­fragen bearbeiten und 2.233 HIV-positive und aidskranke Menschen unterstützen.

33,5 Prozent der Hilfszahlungen flossen nach Nordrhein-Westfalen, 31,7 nach Berlin, gefolgt von Bayern, Hessen, Baden-Württemberg und Hamburg.

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Der Anteil der 2012 von Frauen gestellten Anträge auf Hilfe ist mit mehr als 45 Prozent laut der Stiftung „extrem hoch“, weil laut dem Robert-Koch-Institut nur 19 Prozent der Menschen mit HIV/Aids in Deutschland Frauen seien. Die überwiegende Zahl der Antragstellenden sei nicht erwerbstätig: 85 Prozent bezögen staatliche Transfer­leistungen.

„Da vielen erkrankten Menschen die staatliche Grundversorgung bei ihren spezifischen Problemen zum Leben nicht ausreicht, müssen wir helfen. Daher ist die Unterstützung der Stiftung durch private Spenden auch weiterhin dringend notwendig“, betonten Christoph Uleer und Ulrich Heide vom Vorstand der Deutschen AIDS-Stiftung bei der Vorstellung des Jahresberichtes. © hil/aerzteblatt.de

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