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AOK Bayerns erprobt die Kapselendoskopie zur Krebsfrüherkennung

Dienstag, 13. August 2013

München – Eine Kapselendoskopie des Dickdarms zur Krebsfrüherkennung bietet die AOK Bayerns ihren Versicherten in der Region Hof als Alternative zur Darmspiegelung an. Ärztlicher Ansprechpartner ist das Medizinische Versorgungszentrum (MVZ) Hochfranken. „Der Patient wird vorab in einem Beratungsgespräch über die beiden Früherkennungsmethoden, Kapselendoskopie und Koloskopie, und ihre jeweiligen Vor- und Nachteile informiert“, so Marwan Khoury, ärztlicher Leiter des MVZ.

Bei der Untersuchung schlucke er eine Videokapsel mit zwei Kameras, die digital Bilder aus dem Dickdarm nach außen auf einen Rekorder übertrage. „Die Vorteile der sogenannten PillCam gegenüber der herkömmlichen Koloskopie sind unter anderem, dass es eine potenziell nicht belastende Untersuchung ist, sie keine Blutungs- oder Perforationsrisiken birgt und auch keine Narkose oder Ruhigstellung erforderlich ist“, so Khoury. Zudem gebe es kein Hygienerisiko, da es sich um ein Einmalprodukt handle.

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Teilnehmen können AOK-Versicherte zwischen 55 und 75 Jahren, deren letzte Vorsorgekoloskopie mindestens zehn Jahre zurückliegt. Außerdem können Versicherte ab dem 45. Lebensjahr teilnehmen, wenn mindestens ein Verwandter ersten Grades an Darmkrebs erkrankt ist oder war.

„Wir erhoffen uns von diesem Modellprojekt vor allem, dass wir mit der zusätzlichen Untersuchungsmethode insgesamt mehr Menschen als bisher motivieren können, die Möglichkeit der Krebsvorsorge zu nutzen“, sagte Helmut Platzer, Vorstandsvorsitzender der AOK Bayern. Die Kapselendoskopie im Bereich der Dickdarmkrebs-Früherkennung sei eine wichtige innovative Untersuchungsmethode, die sich in zahlreichen Studien bewährt habe.

Die AOK habe die Region Hof für dieses Modellprojekt ausgewählt, weil es hier laut Krebsregister eine deutlich höhere Darmkrebshäufigkeit gibt als im bayerischen Durchschnitt. Insbesondere der Nordosten Bayerns zeige die höchsten Raten. Hinzu komme, dass hier die Teilnahmeraten an der Darmkrebs-Früherkennung niedrig seien. © hil/aerzteblatt.de

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