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Kompetenznetz bemängelt fehlende Präventionsmaßnahmen gegen Übergewicht

Dienstag, 13. August 2013

München/ Leipzig – In Deutschland gibt es zu wenige Präventionsmaßnahmen gegen Übergewicht sowie einen Mangel an geeigneten Therapieangeboten für Menschen mit Adipositas. Diese Auffassung vertreten das Kompetenznetz Adipositas (KNA) in München und das Integrierte Forschungs- und Behandlungszentrum (IFB) Adipositas Erkrankungen in Leipzig.

„Trotz der zunehmenden medialen Aufmerksamkeit, die das Thema Adipositas erfährt, gibt es auf Seiten der Gesundheitspolitik und der gesellschaftlichen Entscheidungsträger keine Strategie im Umgang mit Adipositas“, kritisieren die beiden Organisationen. So richteten sich Maßnahmen zur Prävention von Übergewicht meist an Einzelpersonen, die ihren Lebensstil ändern sollten.

Es sei aber längst bekannt, dass die Lebensverhältnisse der Menschen in konsum­orientierten Ländern eine Gewichtszunahme stark begünstigten. Deshalb sei verstärkt die Politik gefragt, einen gesünderen Lebensstil zu ermöglichen, zum Beispiel durch Verbesserungen in der Essensversorgung von Schulen oder bei den Bewegungs­möglichkeiten in Städten. „Voraussetzung dafür ist allerdings politischer und gesellschaftlicher Wille“, so Kompetenznetz und IFB.

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Obwohl fast ein Viertel der Erwachsenen hierzulande adipös ist, sei Adipositas im Gesundheitssystem nicht als Krankheit anerkannt. Daher habe auch die Adipositas-Behandlung in den letzten Jahren kaum Verbesserungen erfahren. „Sie wird im deutschen Gesundheitssystem massiv vernachlässigt“, kritisiert Hans Hauner, Sprecher des KNA. Es fehlten vor allem langfristige, evaluierte Therapiekonzepte.

Als wirkungsvoll hätten sich bislang fächerübergreifende Behandlungsansätze erwiesen, die Ärzte, Psychologen, Physiotherapeuten und Diätassistenten mit einbeziehen, so Hauner. Bisher übernähmen Krankenkassen die Kosten für Gewichtsmanagement aber nur bedingt. „Um die Adipositas-Therapie zu verbessern, ist deshalb ein gemeinsames multidisziplinäres Vorgehen von medizinischen Experten, Patientenvertretern, Krankenkassen und Versorgungsforschern nötig“, unterstreicht Hauner. © hil/aerzteblatt.de

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