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Kinderchirurgen warnen vor Hundebissen

Mittwoch, 14. August 2013

Berlin – Auf die unterschätzte Gefahr von Hundebissen hat die Deutsche Gesellschaft für Kinderchirurgie (DGKCH) hingewiesen. In Deutschland werde jedes zweite Kind bis zu seinem 18. Lebensjahr von einem Hund gebissen. Am häufigsten trifft es laut der Fachgesellschaft kleine Kinder bis ins Vorschulalter. In mehr als 90 Prozent der Fälle stamme das Tier aus dem näheren sozialen Umfeld des Kindes, meist sei es der eigene Familienhund.

2010 lebten in deutschen Haushalten 5,3 Millionen Hunde. Auch zwischen Kindern und vertrauten Hunden passiere es immer wieder, dass das Tier zuschnappe. „Die meisten Bisse gingen glimpflich aus. „Doch auch hinter äußerlich eher kleinen und ungefährlich erscheinenden Wunden können sich in der Tiefe ausgedehnte Geweberisse und Quetschungen verbergen“, warnt Stephan Kellnar, Vorstandsmitglied der DGKCH. Aufgrund ihrer kräftigen Kiefer seien auch kleinere Hunde in der Lage, schwere Verletzungen zu verursachen, die nicht immer auf den ersten Blick zu erkennen seien.

Als Erste Hilfe empfiehlt der Kinderchirurg, die Verletzung mit einer sterilen Kompresse oder einem Verband abzudecken. Eltern sollten keine eigenen Versuche unternehmen, die Wunde zu reinigen, sondern unbedingt einen Arzt aufsuchen. Zur Abklärung des Tetanusschutzes sei es sinnvoll, den Impfpass des Kindes zum Arzt mitzubringen.

Aufgabe des Arztes sei es dann unter anderem, Infektionen zu verhindern: „Bei bis zu 20 Prozent der Hundebisse kommt es zu einer Wundinfektion“, warnt Kellnar.  © hil/aerzteblatt.de

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