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Ausland

Briten wegen Verdachts auf Sterbehilfe festgenommen

Montag, 19. August 2013

London – Zwei Briten müssen mit einem Gerichtsverfahren rechnen, weil sie angeblich einen 71-jährigen Rentner in eine Sterbeklinik in die Schweiz begleiten wollten. Nach Angaben des britischen Senders BBC vom Sonntag wurden die 65-jährige Frau und der 25-jährige Mann aus der südenglischen Grafschaft Sussex wegen des Verdachts festgenommen, sie planten Beihilfe zu einem Suizid.

Neben Vernehmung der beiden ordnete demnach die Polizei ein psychologisches Gutachten des betreffenden Rentners an, um dessen Entscheidungsfähigkeit zu prüfen. Die beiden Verdächtigen kamen gegen Kaution bis zu einem möglichen Prozess im Oktober wieder auf freien Fuß.

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Beihilfe zum Suizid ist in Großbritannien ein Straftatbestand, der mit bis zu 14 Jahren Haft belegt werden kann. Ende Juli hatte ein Berufungsgericht in London die Forderung zweier Kläger nach aktiver Sterbehilfe zurückgewiesen. Obwohl mehr als 100 todkranke Briten in den vergangenen zehn Jahren ihr Leben in ausländischen Kliniken beendeten, wurde bisher niemand wegen Sterbehilfe strafrechtlich verfolgt. Im Februar 2010 gab die Staatsanwaltschaft neue Richtlinien zum Umgang mit solchen Fällen aus; dies führte bisher jedoch zu keiner Verurteilung. © kna/aerzteblatt.de

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