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Ausland

EU fordert mehr Sicherheit für humanitäre Helfer in Krisenregionen

Donnerstag, 22. August 2013

Brüssel – Die Häufigkeit und Brutalität der Angriffe auf humanitäre Helfer in Krisenre­gionen haben zugenommen. In den vergangenen zehn Jahren wurden mehr als 880 Helfer bei der Ausübung ihrer Tätigkeit getötet, weitere 1.450 wurden entführt oder verletzt. Das berichtet die Europäische Kommission. Bei der großen Mehrheit der Opfer handle es sich um humanitäre Helfer, die in ihrem eigenen Land im Einsatz seien, eine Tendenz, die sich durch den Krieg in Syrien bestätigt habe.

„Vorläufige Daten aus diesem Jahr belegen, dass mindestens ein humanitärer Helfer täglich getötet, verletzt oder entführt wird. Die Gefahren sind in Afghanistan und Syrien besonders hoch, doch das humanitäre Völkerrecht wird auch in vielen anderen Krisen häufig und grob verletzt“, sagte Kristalina Georgieva, EU-Kommissarin für internationale Zusammenarbeit, humanitäre Hilfe und Krisenreaktion.

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Davon seien nicht nur humanitäre Helfer betroffen, sondern auch die Menschen, denen sie helfen. „Wenn den Nothelfern der Zugang zu den Hilfebedürftigen verweigert wird, kann das bedeuten, dass Tausende von Menschen keine Unterkunft, keine Nahrung und kein sauberes Wasser haben und keine medizinische Versorgung erhalten“, so die EU-Kommissarin.

Die Europäische Kommission stellte laut Georgieva dank ihres Netzes an Experten vor Ort allein im vergangenen Jahr Soforthilfe für mehr als 120 Millionen Menschen in mehr als 90 Ländern bereit. Aber die Feindseligkeiten gegen die Helfer vor Ort behinderten diese Hilfe.

„Ich appelliere an Konfliktparteien, Regierungen und nichtstaatliche Akteure, humanitäre Helfer zu schützen und ihnen zu ermöglichen, ihren lebensrettenden Auftrag auszuführen. Dies ist eine Frage von Leben und Tod. Die Welt braucht mehr Achtung und Schutz der Mitarbeiter von humanitären Hilfsorganisationen“, so Georgieva. © hil/aerzteblatt.de

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