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Bergsteigen: Wie man sich richtig verhält

Donnerstag, 22. August 2013

dpa

Berlin – Die meisten Rettungseinsätze in den Bergen verursachen nicht Hoch­gebirgskletterer, sondern Wanderer zum Beispiel im Alpenvorland. Darauf hat Volker Lischke von der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) hingewiesen. Er ist auch Sprecher der Bergwachtlandesärzte beim Deutschen Roten Kreuz.

„Die Betroffenen überschätzen ihre eigenen Kräfte, sind mit schlechtem Schuhwerk unterwegs und es kommt zu Problemen mit Herz und Kreislauf. Die Folge: Sie stolpern oder schlimmer noch, sie stürzen ab“, so Lischke.

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Sorgfältige Planung sei der Schlüssel für sichere und genussvolle Touren. Vor einem Ausflug sollte sich jeder genau über die Länge, den Schwierigkeitsgrad und die Beschaffenheit des Zu- und Abstiegs genau informieren. „Bevor es dann losgeht, ist es zudem nötig, seine eigene Leistungsfähigkeit ehrlich einschätzen“, rät Lischke, der seit 40 Jahren in der Bergrettung tätig ist.

Ebenfalls wichtig sei die richtige Ausrüstung. Neben der Rucksackapotheke, dem Kompass, einem GPS-Gerät sowie Regenschutz und Taschenlampe gehöre auf jeden Fall ein voll aufgeladenes Handy mit in den Rucksack. „In den europäischen Bergen haben wir mittlerweile ein nahezu flächendeckendes Handynetz“, so der Experte.

Die Situation müsse nicht lebensbedrohlich sein, um die Bergrettung zu alarmieren. „Auch wer sich den Fuß verstaucht oder Herz-Kreislauf-Probleme hat, kann nicht mehr weitergehen“, erläuterte Lischke. Beim Telefonat mit dem Bergrettungsnotdienst gelte die sogenannte 6-W-Regel: Wer ruft an? Wo ist es passiert? Was ist passiert? Welche Art von Verletzung liegt vor? Wie viele Verletzte gibt es? Warten auf Rückfragen!

Bei den meisten Rettungseinsätzen in den Bergen komme der Hubschrauber zum Einsatz. Der unmittelbare Bereich um den Hubschrauber sei eine Gefahrenzone. Die Begleiter des Patienten sollten lose Gegenstände vorher entfernen oder fixiert. Eine oft unterschätzte Gefahr sei der Gleichgewichtsverlust durch den „Downwash“, das ist der Abwind, den die Rotorblätter verursachen. © hil/aerzteblatt.de

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