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Ärzteschaft

Augenärzte betonen Führungsstil und Teilzeitarbeit bei der Nachwuchsgewinnung

Montag, 26. August 2013

Berlin – Neue Wege in der Nachwuchsarbeit will die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG) gehen. „Wir müssen uns mit zeitgemäßen Maßnahmen um die besten Köpfe bemühen, damit die Ophthalmologie weiterhin prosperieren kann“, sagte DOG-Präsident Berthold Seitz, Direktor der Universitätsaugenklinik Homburg/Saar.

Neben Kriterien wie Entlohnung und Karriereperspektiven spielen bei Entscheidungen zur Berufswahl aus Sicht des DOG-Präsidenten zunehmend sogenannte weiche Faktoren eine Rolle. „Dazu zählt vor allem der Führungsstil des Chefs“, betonte Seitz. Junge Ärzte erwarteten einen Führungsstil, der sich durch Kompetenz und Empathie gleichermaßen auszeichne.

„Integrität, Verlässlichkeit und Authentizität sind unerlässlich, sonst hat man bei der Generation Y keine Chance“, so Seitz. Stärker denn je käme es auf Kritikfähigkeit an, wenn eine Klinik erfolgreich sein wolle. „Der Chef muss sich heute der Diskussion stellen“, betonte Seitz. Außerdem dürfe der Vorgesetzte seinen Mitarbeitern nichts versprechen, das er nicht halten könne – egal, ob es sich um operative Eingriffe, eine Promotion oder Habilitation handle.

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Wichtig sei außerdem, Teilzeittätigkeiten anzubieten. „Kein Chef kann den Wettbewerb um die besten Köpfe in der Augenheilkunde ohne Teilzeit-Modelle gewinnen“, ist Seitz überzeugt.

Habe sich der Studierende für eine assistenzärztliche Tätigkeit in der Augenheilkunde entschieden, wirke ein ausgefeiltes klinisches Ausbildungsprogramm motivierend. Assistenzärzte sollten laut der DOG während der fünfjährigen Facharztausbildung bis zu einem Jahr forschen können, ohne dass sich ihre Ausbildungszeit verlängert – die Fachgesellschaft unterstützt jeden bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft eingereichten Antrag daher mit 5.000 Euro. © hil/aerzteblatt.de

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