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Ärzteschaft

Heute um 13.00 Uhr: Protest der Mainzer Uniärzte gegen Tarifangebot

Dienstag, 27. August 2013

Mainz – Für 15 Minuten sollen die 830 Ärzte an der Universitätsmedizin Mainz (UMM) heute um 13.00 Uhr vor dem Verwaltungsgebäude gegen das Tarifangebot des UMM-Vorstandes protestieren. Dazu hat der Marburger Bund (MB) Nordrhein-Westfalen/Rheinland-Pfalz aufgerufen. Der Vorstand hatte in den Tarifverhandlungen 0,7 Prozent mehr Gehalt angeboten. „Das ist absolut nicht verhandlungsfähig“, sagte Rolf Lübke, Geschäftsführer des MB Nordrhein-Westfalen/Rheinland-Pfalz.

Wer die defizitäre Universitätsklinik Mainz mit Einsparungen bei Ärzten sanieren wolle, riskiere eine nicht mehr aufzuhaltende wirtschaftliche Abwärtsspirale der einzigen Universitätsklinik in Rheinland-Pfalz, warnte er. „Mit einem solchen Sparkurs bei Ärzten wird der Klinik-Standort Mainz für Ärzte völlig unattraktiv“, so Lübke.

„Wenn wir Ärzte uns jetzt mit nur 0,7 Prozent abspeisen lassen würden, verliert jede einzelne Ärztin oder jeder Arzt an der UMM in den nächsten Jahren einige Tausend Euro. Diese Gehaltsverluste werden wir in Zukunft niemals wieder aufholen können“, hieß es auch aus der Verhandlungskommission des MB. Die Erfahrung zeige, dass ein Verzicht der Ärzteschaft auf Gehalt ein Unternehmen, das durch betriebswirtschaftliche Fehlentscheidungen ins Defizit gerutscht sei, nicht rette.

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„Wir erwarten zum heutigen Verhandlungstermin ein konstruktives und verhandlungs­fähiges Angebot, das zugleich die Zukunft der Universitätsmedizin sichert“, betonte Lübke. © hil/aerzteblatt.de

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