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Fachgesellschaft fordert mehr Lehrstühle für Rheumatologie

Mittwoch, 28. August 2013

Mannheim/Heidelberg – In Deutschland gibt es zu wenige Rheumatologen. Das kritisiert die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh). Patienten warten in der Regel laut der Fachgesellschaft mindestens drei Monate auf einen Termin beim Rheumatologen. Die Gesellschaft fordert daher Initiativen gegen den Mangel. Dazu gehöre es, an jeder medizinischen Fakultät einen Lehrstuhl für Rheumatologie einzuführen.

60 Prozent der Rheumapatienten werden in Deutschland laut der DGRh vorzeitig berentet. „Und das, obwohl dank neuester Therapien heute viele Rheumapatienten, die rechtzeitig behandelt werden, ein ganz normales Leben ohne Einschränkungen führen könnten“, erklärte Matthias Schneider, Präsident der DGRh.

Der optimale Zeitraum für den Beginn der Therapie liege bei höchstens sechs Monaten nach Krankheitsausbruch. Eine frühzeitige Therapie verhindere nicht nur Leid, sondern reduziere auch Kosten, betont der Direktor der Poliklinik für Rheumatologie am Universitätsklinikum Düsseldorf.

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„Trotzdem gibt es in Deutschland nur einen Rheumatologen für 100.000 Einwohner“, kritisiert Schneider. Doppelt so viele wären nach Berechnungen der DGRh nötig. „Im Vergleich zu vielen unserer Nachbarländer sind Rheumapatienten in Deutschland unterversorgt“, so der DGRh-Präsident. Ein Grund dafür sei die niedrige Zahl von Professuren für Rheumatologie an den Universitäten: Nur jede sechste medizinische Fakultät habe einen solchen Lehrstuhl.

„Wir wollen die Rheumatologie aber nicht auf Kosten anderer Fachdisziplinen stärken“, betonte Hanns-Martin Lorenz, Tagungspräsident des DGRh-Kongresses im September vom Universitätsklinikum Heidelberg. Die schlechte und unzureichende Versorgung sei ein politisches Thema. Die Politik müsse dafür sorgen, dass jede Fakultät einen Lehrstuhl für Rheumatologie einrichten könne. © hil/aerzteblatt.de

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