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Medizin

Opioidintoxikationen bei Kindern häufig vermeidbar

Dienstag, 3. September 2013

dpa

Denver – Die versehentliche Einnahme von starken Opioiden durch Kinder hat häufig vermeidbare Ursachen. Forscher um Eric Lavonas vom Rocky Mountain Poison&Drug Center berichten über die häufigsten Gründe im Journal of Pediatrics (http://dx.doi.org/10.1016/j.jpeds.2013.06.058 ).

Kinder, die Opiodtabletten einnehmen, können in Lebensgefahr geraten. Koma und Atemdepression sind mögliche Symptome bei einer Überdosierung. Insbesondere Kinder unter sechs Jahren sind aufgrund ihres geringen Körpergewichts gefährdet. Buprenor­phin, ein Schmerzmittel und Substitutionsmedikament, ist in Form von Pflastern und Tabletten erhältlich.

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Die Tabletten werden in den USA zwar in kindersicheren Flaschen verkauft, allerdings enthalten diese 30 Tagesdosen auf einmal. So kam es zwischen 2010 und 2011 im Land zu 1.500 Fällen von Buprenorphinvergiftungen bei Kindern unter sechs Jahren.

Die Forscher untersuchten 2.380 Fälle von Buprenorphinvergiftungen. In 95 Prozent der Fälle waren Tabletten die Ursache der Vergiftung, seltener Pflaster. Das Durch­schnitts­alter der vergifteten Kinder betrug zwei Jahre. In 57 Prozent der Vergiftungen konnten die Forscher die Expositionsquelle zurückverfolgen. Bei 415 Fällen waren die Tabletten im Blickfeld der Kinder, in 110 Fällen haben die Kinder die Tabletten aus einer Tasche genommen und in 75 Fällen wurden die Medikamente nicht in der Original­packung aufbewahrt.

Die Forscher fordern, Eltern sollten einfache Sicherheitsregeln beim Umgang mit den Tabletten beachten, Ärzte könnten sie darauf hinweisen. Dies gelte auch für andere Arzneimittel wie Hypertonie- oder Diabetesmedikamente. Ein zusätzlicher Sicherheits­faktor bei Opioiden könnte nach Meinung der Forscher die kindersichere Verpackung jeder einzelnen Dosis sein. © hil/aerzteblatt.de

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