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Politik

AOK und Deutsche Krebshilfe empfehlen Krebsbehandlung in spezialisierten Zentren

Freitag, 6. September 2013

Berlin – Die AOK Rheinland/Hamburg fordert in ihrem Onkologie-Report 2013, Krebs­patienten weitestgehend in dafür zertifizierten Zentren zu. Aus dem Bericht geht hervor, dass in Nordrhein-Westfalen und Hamburg bei Brustkrebs 80 Prozent der Erkrankten in einem zertifizierten Zentrum behandelt wurden. Bei anderen Krebsarten wie Lungen- oder Prostatakrebs waren es laut der Kasse aber nur rund ein Fünftel der Patienten, bei Darmkrebs ein Drittel. „Dieser niedrige Anteil dürfte auch bundesweit ein Problem darstellen“, sagte Günter Wältermann, Vorstandschef der Landes-AOK bei der Vorstellung des Berichtes in Berlin.

Nötig sei dazu, die Zentren nach einheitlichen Standards zu zertifizieren. Dies könnte laut der Kasse das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen übernehmen.

Auch die Deutsche Krebshilfe befürwortet die Betreuung der Patienten in spezialisierten Zentren: „Es ist eines der wichtigsten Ziele der Deutschen Krebshilfe, dass jeder Krebs­patient in Deutschland Zugang zu qualitätsgesicherter Diagnostik und Therapie auf dem aktuellen Stand des medizinischen Wissens erhält.

Daher hat die Organisation das Förderschwerpunktprogramm ‚Onkologische Spitzen­zentren‘ ins Leben gerufen“, erklärte die Deutsche Krebshilfe gegenüber dem Deutschen Ärzteblatt. Die Spitzenzentren hätten die Aufgabe, Standards in der Diagnostik, Behand­lung und Betreuung von Krebserkrankungen zu erarbeiten, Krebspatienten nach einheit­lichen Prozessen und Konzepten zu versorgen sowie die Krebsforschung voranzu­bringen. „Neue Erkenntnisse aus den Laboren der Wissenschaftler sollen rasch in die klinische Praxis überführt werden, damit sie zeitnah den Patienten zugutekommen“, fordert die Deutsche Krebshilfe.

Der Onkologie-Report weist darauf hin, dass höheres Alter einer der Hauptrisikofaktoren für das Auftreten von Krebs ist. Deshalb sei der demografische Wandel ein Grund für die steigende Zahl jährlicher Krebsneuerkrankungen. „Er erklärt in einem erheblichen Maß auch, warum man in den nächsten Jahren nicht nur mehr Neuerkrankungen, sondern auch einen Anstieg der Gesamterkrankungszahl registrieren wird“, heißt es dort.

An Krebs erkrankte Menschen lebten aber heute deutlich länger als noch vor 20 Jahren, die Krebssterblichkeitsrate sei rückläufig. „Diese positive Entwicklung ist weitgehend auf den medizinischen Fortschritt zurückzuführen“, so die Krankenkasse in dem Report. © hil/aerzteblatt.de

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