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Hamburg: Infektionsforschung und Elementar­teilchenphysik auf einem Campus

Freitag, 6. September 2013

Zeichnung des zukünftigen CSSB-Forschungsneubaus.

Hamburg – Ein neuartiges Zentrum zur Erforschung von Krankheitserregern entsteht auf dem Gelände des Deutschen Elektronen-Synchrotron (DESY) in Hamburg, also in unmittelbarer Nachbarschaft zu Großgeräten für die Elementarteilchenphysik. In diesem Zentrum für strukturelle Systembiologie (CSSB) sollen ab 2016 Wissenschaftler Viren, Bakterien und Parasiten auf molekularer Ebene durchleuchten, um ihre Angriffs­mechanismen zu enträtseln und maßgeschneiderte Medikamente zu entwerfen.

„Bakterien und Viren haben heute viel mehr und schnellere Kontakt- und Verbreitungs­möglichkeiten. Nur wenn wir lernen, wie diese Krankheitserreger funktionieren, können wir uns effektiv vor ihnen schützen“, sagte Bundesforschungsministerin Johanna Wanka (CDU) gestern zum Baubeginn.

„Der direkte Zugang zu DESYs einzigartigen Quellen für hochintensives Röntgenlicht bietet dem Zentrum fantastische Möglichkeiten“, betonte der Vorsitzende des DESY-Direktoriums, Helmut Dosch. Mit dem CSSB entstehe in Hamburg ein inter­disziplinäres Forschungszentrum von internationaler Ausstrahlung. „Unter seinem Dach werden künftig elf Forschungsgruppen den Ursachen von Infektionskrankheiten auf den Grund gehen und fundamentale Prozesse der Zellbiologie auf molekularer Ebene aufklären“, so Dosch.

Der Neubau soll rund 50 Millionen Euro kosten. Der Bund übernimmt 73 Prozent der Investitionskosten, Hamburg 17 Prozent und Niedersachsen 10 Prozent.

© hil/aerzteblatt.de

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