NewsPolitikZusatznutzen von Vandetanib bei Schilddrüsenkrebs altersabhängig
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Politik

Zusatznutzen von Vandetanib bei Schilddrüsenkrebs altersabhängig

Freitag, 6. September 2013

Köln – Jüngere Schilddrüsenkrebspatienten können von der Behandlung mit Vandetanib durch verzögerte oder verringerte Schmerzen leicht profitieren, während das neue Medikament erkrankten Personen über 65 Jahren im Vergleich zur Standardtherapie eher schadet. Das hat das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheits­wesen (IQWiG) im Rahmen einer Auswertung  zusätzlicher Studiendaten ermittelt. 

Demnach ist der Nutzen von Vandetanib zum einen stark altersabhängig. Zum anderen verursache der Wirkstoff jedoch unabhängig vom Alter der Patienten häufiger Nebenwirkungen in Form von sogenannten schweren unerwünschten Ereignissen sowie  Hautausschlägen.

Entsprechend sieht das IQWiG bei den unter 65-Jährigen sowohl positive als auch negative Effekte und setzte das Ausmaß des Zusatznutzens von „beträchtlich“ auf „gering“ herab. Ausschließlich negative Effekte verzeichnet die Bewertung dagegen bei der Gruppe der über 65-Jährigen: Hier gebe es im Vergleich zur Standardtherapie „erheblichen“ beziehungsweise „beträchtlichen“ Schaden in Form der Nebenwirkungen.

Anzeige

Vandetanib (Caprelsa®) ist seit Februar 2012 in Deutschland zur Behandlung von Patienten mit einer bestimmten Form von aggressivem Schilddrüsenkrebs zugelassen.

© hil/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

3. Juli 2020
Berlin – Niedergelassene Ärzte erhalten voraussichtlich erst ab Oktober strukturierte Informationen zur frühen Nutzenbewertung in ihrer Arzneimittelverordnungssoftware. Darauf weist die
Arztinformationssystem: Frühe Nutzenbewertung erst ab Oktober
26. Februar 2020
Berlin – Der Gemeinsame Bundes­aus­schuss (G-BA) will die wissenschaftlich-medizinischen Fachgesellschaften und die Arznei­mittel­kommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) künftig im Vorfeld der frühen
Nutzenbewertung: G-BA bezieht medizinische Fachgesellschaften stärker ein
18. Februar 2020
Berlin – Der Gemeinsame Bundes­aus­schuss (G-BA) sollte die Register finanzieren, in denen anwendungsbegleitend Daten zum Zusatznutzen von neuen Arzneimitteln gesammelt und ausgewertet werden. Das hat
Arzneimittelnutzenbewertung: Gemeinsamer Bundes­aus­schuss sollte Register finanzieren
7. Februar 2020
Berlin – Zugelassene Arzneimittel für neuartige Therapien (ATMP) – also für die Gen-, Zell-und Gewebetherapie – sollen künftig mit Ausnahme biotechnologisch bearbeiteter Gewebeprodukte automatisch die
Gen-, Zell- und Gewebetherapie sollen der Nutzenbewertung unterliegen
24. Januar 2020
Berlin – Auch Daten aus elektronischen Patientenakten und aus den Abrechnungen der Krankenkassen sollten in die Bewertung des Zusatznutzens neuer Arzneimittel einfließen. Dafür hat sich heute in
Pharmaverband will breiteres Spektrum an Versorgungsdaten zur Nutzenbewertung
20. Dezember 2019
Berlin – Ab kommenden Sommer können sich Ärzte bei der Verordnung eines neuen Medikamentes direkt über dessen Zusatznutzen informieren. Das schreibt die Elektronische
Neue Anforderungen an Verordnungssoftware
19. Dezember 2019
Berlin – Die Vakuumversiegelungstherapie (VVS) kann zukünftig ambulant zulasten der gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung (GKV) bei Patienten erbracht werden, bei denen – aufgrund wund- oder
LNS

Fachgebiet

Stellenangebote

    Anzeige

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER