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Ärzteschaft

MB streitet mit der Universitätsmedizin Mainz über den Haustarifvertrag

Dienstag, 10. September 2013

Mainz/Köln – Der Marburger Bund (MB) hat die Tarifverhandlungen mit der Universitäts­medizin Mainz in der dritten Verhandlungsrunde unterbrochen. Das erklärte ein Sprecher des Landesverbandes Nordrhein-Westfalen/Rheinland-Pfalz des MB gegenüber dem Deutschen Ärzteblatt. Der MB tritt damit einer Darstellung der Universitätsmedizin entgegen, wonach die Ärztegewerkschaft die Verhandlungen abgebrochen habe.

Auch die Höhe des zur Verhandlung stehenden Angebotes ist kontrovers: „Die Uni­versitätsmedizin Mainz hatte in der aktuellen Verhandlungsrunde bereits Entge­genkommen signalisiert und ein gegenüber der ersten Verhandlungsrunde verbessertes Angebot von 4,25 Prozent Gesamtvolumen offeriert“, hieß es heute aus der Universitätsklinik.

„Dem MB liegt kein förmliches Angebot in dieser Höhe vor, sondern lediglich eines, das eine Steigerung von zwei Prozent bis Juli 2014 vorsieht“, hieß es dagegen aus dem MB.

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Die Universitätsmedizin weist in ihrer Stellungnahme daraufhin, dass sich die Uniklinik Mainz in einer wirtschaftlich schwierigen Situation befinde. Der Vorstand bewege sich bei den Verhandlungen daher in einem schwierigen Spannungsfeld: Einerseits schätze er die Leistung und den Einsatz der ärztlichen Mitarbeiter sehr und sei bereit, diese angemessen zu vergüten.

Andererseits müssten die Gehaltsanpassungen „in einem gesamtverträglichen Rahmen bleiben, um das Defizit der Universitätsmedizin nicht weiter zu erhöhen“. Der Landes­verband des MB betonte, die Ärztegewerkschaft sei bereit für weitere Gespräche zu einem neuen Tarifvertrag. © hil/aerzteblatt.de

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