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Starker Anstieg des hepatozellulären Karzinoms

Mittwoch, 11. September 2013

Nürnberg – Das hepatozelluläre Karzinom, kurz Leberkrebs, ist auf dem Vormarsch und gehört mittlerweile zu den häufigsten Tumoren weltweit. In Deutschland sind die Fall­zahlen in den vergangenen zehn Jahren um ein Viertel angestiegen. Das berichten die Deutsche Gesellschaft für Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten mit der Sektion für gastroenterologische Endoskopie (DGVS) und die Deutsche Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie (DGAV).

In Deutschland erkranken mittlerweile jedes Jahr rund 8.500 Menschen an Leberkrebs. Die Zunahme ist laut den Fachgesellschaften unter anderem auf die steigende Zahl von Fettlebern wegen starken Übergewichts und die Zunahme von Hepatitis B- und C-Infek­tionen zurückzuführen. Diese Erkrankungen können sich langfristig zu Leberzirrhosen entwickeln.

„Eine Leberzirrhose wiederum ist der mit Abstand größte Risikofaktor für die Entstehung von Leberkrebs“, erläutert Guido Gerken, Direktor der Klinik für Gastroenterologie und Hepatologie am Universitätsklinikum Essen und einer der Kongresspräsidenten der Viszeralmedizin 2013.

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Er betont, regelmäßige Früherkennungsuntersuchungen sei bei Patienten, die an einer Leberzirrhose, an chronischer Hepatitis B und C oder einer Fettleberhepatitis leiden, besonders wichtig. Diese Früherkennungsuntersuchungen mittels Ultraschall sollten etwa alle drei bis sechs Monate erfolgen.

Wird ein Tumor der Leber im Anfangsstadium entdeckt und ist die Leber noch nicht durch eine Leberzirrhose geschädigt, so ist die chirurgische Entfernung des Tumors die bevorzugte Therapie. Weil die Leber fähig ist, sich selbst zu erneuern, können Chirurgen bis zu 70 Prozent des funktionellen Gewebes entfernen.

„Die Wahrscheinlichkeit, dass eine bösartige Wucherung zurückkehrt, liegt nach der Resektion zwar bei etwa 50 Prozent. Ein solcher Eingriff kann Leberkrebs aber auch heilen“, sagt Hauke Lang, Direktor der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Transplantationschirurgie der Universitätsmedizin Mainz. Habe ein Patient mit einem hepatozellulären Karzinom auch eine Zirrhose, sei eine Transplantation die beste Therapieform. © hil/aerzteblatt.de

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