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Unterarmbrüche bei Kindern heilen meist ohne OP gut aus

Donnerstag, 12. September 2013

Düsseldorf/Berlin – Eine Fraktur des Unterarms nahe am Handgelenk heilt bei Kindern nahezu immer gut von allein – vor allem bei kleinen Patienten, die noch in der Wachstumsphase sind. Das berichtet die Deutsche Gesellschaft für Kinderchirurgie (DGKCH).

Diese distale Unterarmfraktur tritt häufig bei Kindern auf, die beim Spielen oder Toben hinfallen. In etwa der Hälfte der Fälle verschieben sich die verletzten Knochen oder sie knicken ab. Dann wird meist operiert: Der Arzt richtet den Bruch, fixiert die Knochen mit einem Metallstift und stellt den Arm mit einem Gips ruhig.

Bei Kindern bis zwölf Jahren sei jedoch auch ohne Operation eine Spontankorrektur zu beobachten, sagt DGKCH-Vorstandsmitglied Lucas Wessel, Direktor der Kinder­chirur­gischen Klinik der Universitätsmedizin Mannheim. Diese Korrektur sei innerhalb von zwei Jahren nach dem Unfall sehr zuverlässig, weil die Knochen der jungen Patienten noch wüchsen und verbliebene Fehlstellungen komplett korrigieren könnten.

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Sicherheit darüber, ob es ausreicht, bei betroffenen Kindern den Arm nur ruhigzustellen, soll nun eine von der Deutschen Forschungsgemeinschaft und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Untersuchung ergeben. Die Forscher vergleichen dafür in den nächsten zwei Jahren die Daten von 742 Kindern zwischen fünf und zwölf Jahren, die sich den Unterarm nahe der Hand gebrochen haben.

Die Hälfte der Kinder wird operiert, bei der anderen Hälfte wird der Bruch eingegipst und der Spontanheilung überlassen. Den Heilungsverlauf kontrollieren die Ärzte wie üblich durch Röntgen. „Vielen Betroffenen kann künftig womöglich eine Operation erspart bleiben“, so Studienleiter Wessel. Er betonte, Kinder würden in der Chirurgie viel zu häufig wie Erwachsene therapiert. © hil/aerzteblatt.de

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