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Dresdner Uniklinikum eröffnet Neubau für Protonentherapie

Mittwoch, 18. September 2013

Johanna Wanka dpa

Dresden – Das Universitätsklinikum Carl Gustav Carus in Dresden hat das „Nationale Zentrum für Strahlenforschung in der Onkologie – OncoRay“ offiziell eingeweiht. Im vorfristig fertiggestellten Neubau sollen künftig rund 150 Ärzte und Wissenschaftler arbeiten. Voraussichtlich Mitte 2014 werden parallel zu den Forschungsvorhaben die ersten Krebspatienten behandelt.

Träger der wissenschaftlichen Einrichtung „OncoRay“ sind das Universitätsklinikum Carl Gustav Carus, die gleichnamige Medizinische Fakultät der Technischen Universität Dresden sowie das Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR). Ziel ist es, in den kommenden Jahren den Einsatz von Protonen in der Krebstherapie patientennah und jenseits kommerzieller Zwänge weiterzuentwickeln. „Damit sind wir einen wichtigen Schritt weiter in der Erforschung und Behandlung von Krebserkrankungen“, sagte Bun­des­for­schungs­minis­terin Johanna Wanka (CDU).

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Bisher waren die Wissenschaftler, Ärzte und ihre Mitarbeiter auf mehrere Standorte des Hochschulmedizin-Campus und des HZDR verteilt. In dem neuen Gebäude können sie nun im direkten Kontakt zusammenarbeiten. Dazu steht ihnen eine Fläche von knapp 2.000 Quadratmetern zur Verfügung. Rund die Hälfte davon nehmen die insgesamt 56 Büros ein.

Hinzu kommen gut 600 Quadratmeter für 15 Labors sowie rund 250 Quadratmeter für insgesamt sechs Konferenz- und Besprechungsräume. Auf das Herzstück des Forschungskomplexes – der Protonentherapieanlage – entfallen nochmals 1.460 Quadratmeter. So ist zum Beispiel die aufwändige Technik auf rund 550 Quadratmetern untergebracht, während der Therapieraum lediglich 101 Quadratmeter misst. Deutlich größer fällt die Experimentalhalle mit rund 250 Quadratmetern aus.

Neben der hunderte Tonnen schweren, auf elektromagnetischen Feldern beruhenden Protonen-Beschleunigungsanlage wollen die Wissenschaftler von HZDR und OncoRay im selben Gebäudekomplex eine neue Technologie erproben, durch die der technische Aufwand für die Protonentherapie deutlich sinken wird: Mittels hochintensiven Laserstrahlen sollen die Partikel auf die notwendige Geschwindigkeit gebracht werden.

Ziel ist es, künftig die Kosten für Bau und Unterhalt dieser Therapieanlagen drastisch zu reduzieren. „Die moderne Protonentherapie wird sich in der Krebstherapie nur durchsetzen, wenn es gelingt, einerseits kompakte Beschleuniger dafür zu entwickeln und andererseits die Strahlen in Echtzeit zu überwachen“, erklärte Roland Sauerbrey, Wissenschaftlicher Direktor des HZDR. © hil/aerzteblatt.de

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