NewsAuslandWHO fordert Reformen psychiatrischer Dienste in der europäischen Region
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ausland

WHO fordert Reformen psychiatrischer Dienste in der europäischen Region

Freitag, 20. September 2013

Kopenhagen/Izmir – Die Europäische Region der Welt­gesund­heits­organi­sation (WHO) hat umfassende Reformen der psychiatrischen Behandlung gefordert und einen entsprechenden Aktionsplan vorgelegt. Der von den 53 Mitgliedstaaten in der Europäischen Region gebilligte Europäische Aktionsplan für psychische Gesundheit skizziert konkrete Maßnahmen, die auf wirksamen Behandlungs- und Versorgungsangeboten beruhen. Er appelliert dafür, vor Ort für zugängliche, qualifizierte und bezahlbare Angebote in der Gemeinschaft zu sorgen.

„Die Länder sollten große und abgesonderte, durch Stigmatisierung und Angst gekennzeichnete, psychiatrische Anstalten schließen. An ihrer Stelle sollten psychosoziale Dienste entworfen werden, die Vertrauen genießen, Respekt zeigen, sichere und wirksame Maßnahmen anbieten und dabei für alle zugänglich sind“, empfahl Zsuzsanna Jakab, WHO-Regionaldirektorin für Europa. Der Aktionsplan bilde die dafür erforderliche Basis.

Derzeit werden der WHO zufolge weniger als 50 Prozent aller Menschen mit psychischen Störungen  überhaupt behandelt, lediglich zehn Prozent der Betroffenen angemessen versorgt. Die Experten sehen das „dramatische Behandlungsdefizit“ vor allem durch die Stigmatisierung psychischer Erkrankungen und psychiatrischer Einrichtungen sowie das Fehlen adäquater Angebote begründet.

Anzeige

© hil/aerzteblatt.de

Themen:

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS
LNS
Anzeige

Fachgebiet

Stellenangebote

    Anzeige

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER