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Medizin

Sport senkt das Risiko für neurologische Erkrankungen

Freitag, 20. September 2013

Dresden – Regelmäßige körperliche Aktivität kann sich kurz- und langfristig positiv auf kognitive Leistungen auswirken. Bei älteren Menschen sinkt das Risiko für eine Alzheimer-Demenz um 37 Prozent und für leichtere kognitive Defizite um 46 Prozent. Das berichtet eine Arbeitsgruppe um Carl Reimers, Chefarzt der Klinik für Neurologie der Zentralklinik Bad Berka auf dem Jahreskongress der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) in Dresden. Die Wissenschaftler haben in einer Metaanalyse Studien untersucht, die bis Anfang 2012 erschienen sind.

„Der Effekt ist unabhängig vom Lebensalter. Sport und Bewegung erhöht auch bei Jugendlichen die Leistungsfähigkeit des Gehirns“, ergänzte Barbara Tettenborn, Chefärztin der Klinik für Neurologie am Kantonsspital St. Gallen. Kurzzeitige Belastungen bis zu einer Stunde verbesserten Informationsverarbeitung und Reaktionszeit, bei langfristigem Training steigere sich die Aufmerksamkeit, die Verarbeitungs­geschwindigkeit und die Merkfähigkeit.

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Bewegung senkt zudem das Risiko für einen Schlaganfall, der in Deutschland jedes Jahr rund 270.000 Menschen trifft. „Jeden Tag sterben daran in Deutschland 200 bis 300 Menschen. Umso bedeutsamer ist, dass sich etwa ein Viertel aller Schlaganfälle alleine durch Sport oder regelmäßige körperliche Aktivität verhindern lassen“, erläuterte Guntram Ickenstein, Chefarzt der Klinik für Neurologie am Helios Klinikum Aue.

„Um das Gehirn für Neues offen zu halten, sollte körperliche mit geistiger Aktivität einhergehen“, rät Gerd Kempermann, Sprecher des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) in Dresden und Forschungsgruppenleiter am DFG-Forschungszentrum für Regenerative Therapien Dresden (CRTD). „Bewegung und körperliche Aktivität sind ein einfaches, buchstäblich nebenwirkungsfreies Rezept gegen Gedächtnisverlust im Alter, das wir viel stärker nutzen sollten“, so sein Fazit. © hil/aerzteblatt.de

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