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Zahl der HIV-Infektionen bei Kindern deutlich zurückgegangen

Montag, 23. September 2013

Genf – Die Zahl der weltweiten HIV-Infektionen ist in den vergangenen Jahren deutlich zurückgegangen, vor allem bei Kindern. Im Vergleich zu 2001 seien im vergangenen Jahr 52 Prozent weniger Minderjährige mit dem tödlichen Virus infiziert worden, heißt es im am Montag veröffentlichten Jahresbericht des UN-Aidsprogramms (UNAIDS). Insgesamt – also bei Erwachsenen und Kindern – habe es im gleichen Zeitraum einen Rückgang von 33 Prozent gegeben.

Im vergangenen Jahr gab es 2,3 Millionen neue HIV-Fälle, 2011 waren es noch 2,5 Millionen. „Die Zahl der jährlichen Neuinfektionen nimmt weiter ab, vor allem bei Kindern”, erklärte UNAIDS-Direktor Michel Sidibe in Genf. 2012 seien 260.000 Kinder neu mit dem Virus infiziert worden, das seien 52 Prozent weniger als 2001.

Als wichtigen Grund für die Entwicklung nennt der Bericht weltweite Präventions­anstrengungen – unter anderem durch antiretrovirale Medikamente für schwangere Frauen, die selbst HIV-infiziert sind und durch die Medikamente ihr ungeborenes Kind schützen können.

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Rückgang gefährdet
Dennoch sei der der Rückgang der Infektionen bei Erwachsenen gefährdet. In vielen afrikanischen Ländern steige die Zahl derer, die mehrere Sexpartner hätten. Gleichzeitig werden in den Staaten Elfenbeinküste, Niger, Senegal und Uganda seltener Kondome genutzt.

Von den 2,3 Millionen Menschen weltweit, die sich im vergangenen Jahr mit HIV ansteckten, infizierten sich 70 Prozent in Ländern südlich der Sahara. In der Region sowie auch global sank die Zahl der Neuansteckungen seit 2001 um ein Drittel. Mit 1,6 Millionen Menschen starben 2012 weltweit ebenfalls rund 30 Prozent weniger Infizierte als noch vor elf Jahren. Dem Bericht zufolge steigt die Zahlen der Infektionen in Osteuropa, Zentralasien, Nahost und Nordafrika.

Insgesamt lebten UNAids zufolge im vergangenen Jahr 35,3 Millionen Menschen mit dem Aidserreger im Blut. Etwa 36 Millionen Menschen seien seit Beginn der Epidemie vor über drei Jahrzehnten an Aids oder damit zusammenhängenden Krankheiten gestorben.

Ende 2012 erhielten dem UNAids-Report zufolge rund 9,7 Millionen Menschen in Ländern mit mittlerem oder geringem Einkommen eine moderne HIV-Therapie - ein Anstieg von fast 20 Prozent innerhalb eines Jahres. Bis zum Jahr 2015 sollen nach dem Ziel der Vereinten Nationen 15 Millionen Menschen eine Therapie bekommen. © afp/aerzteblatt.de

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