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Robert Koch-Institut informiert über Gastritis und Magengeschwüre

Montag, 23. September 2013

Berlin – Etwa jeder fünfte Erwachsene in Deutschland hatte schon einmal eine ärztlich diagnostizierte Schleimhautentzündung des Magens oder des Zwölffingerdarms, sieben Prozent litten schon einmal an einem Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwür. Das berichtet das Robert Koch-Institut (RKI) im neuen Heft der Gesundheitsberichterstattung des Bundes (GBE) zu Gastritis, Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüren.

Als eine der wichtigsten Ursachen für Gastritis und Ulkus gilt das Auftreten des Bakterium Helicobacter pylori im Magen. In Industriestaaten sind laut dem RKI 10 bis 50 Prozent der Bevölkerung davon betroffen. Es wird geschätzt, dass es bei 10 bis 20 Prozent der mit Helicobacter pylori Infizierten zu einer Erkrankung kommt. Eine Eradikation sei insbesondere dann empfehlenswert, wenn aktuell oder früher ein peptisches Ulkus vorlag oder -liegt.

Aber auch psychosoziale Faktoren sind laut dem RKI für die Entstehung von Gastritis oder Ulkus bedeutsam. Etwa um 1950 hatte sich das Konzept durchgesetzt, dass Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüre stressbedingt seien. Als Folge des Nachweises von Helicobacter als Auslöser von Gastritis und Ulkus in den Achtzigerjahren vollzog sich in den Neunzigerjahren ein Paradigmenwechsel, der psychosomatische Aspekte in den Hintergrund treten ließ.

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Inzwischen habe sich eine multifaktorielle Betrachtungsweise entwickelt, in denen psychosoziale Faktoren einen wichtigen Platz hätten. So könnten Stress und Ärger zum Beispiel die Magensäureproduktion erhöhen, die Entleerung des Magens verlangsamen und die Gefahr eines Rücklaufs von Gallensaft in den Magen erhöhen. Stress könne auch die Wirkung von Helicobacter pylori verstärken und die Heilung von Geschwüren behindern, hieß es aus dem RKI. © hil/aerzteblatt.de

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