NewsPolitikGematik: NSA-Skandal ohne Konsequenzen für die Telematik­infrastruktur
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Politik

Gematik: NSA-Skandal ohne Konsequenzen für die Telematik­infrastruktur

Dienstag, 24. September 2013

Berlin  – Die gematik – Gesellschaft für Telematikanwendungen der Gesundheitskarte hat auf ihrer Website eine ausführliche Stellungnahme zum Thema „Telematik­infra­struktur und NSA-Überwachungsskandal“ veröffentlicht. Darin geht sie auf Bedenken von Ärzten und Patienten ein, dass sensible Gesundheitsdaten in einem vernetzten Gesund­heits­wesen nicht ausreichend geschützt werden können.

Aus Sicht der gematik bestätigt der Skandal, dass die Tele­ma­tik­infra­struk­tur (TI) als geschützte Kommunikations- und Sicherheitsinfrastruktur für das Gesundheitswesen dringend benötigt werde. Das Gesundheitswesen brauche die TI als wirksamen Schutz sensibler Patientendaten und als Schutzinstrument gegen den Datenzugriff von Unbefugten, heißt es in dem 6-seitigen Papier.

„Die Tele­ma­tik­infra­struk­tur ist noch wichtiger geworden, um den Patientinnen und Patienten die Sicherheit zu geben, dass ihre Daten geschützt sind und sie ihr Recht auf informationelle Selbstbestimmung jederzeit wahrnehmen können.“

Anzeige

Die Betriebsgesellschaft verweist unter anderem darauf, dass in der TI nur starke kryptographische Verfahren verwendet werden, die durch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) vorgegeben sind. „Damit können die verwendeten kryptographischen Verfahren nicht gebrochen werden, da diese zu jeder Zeit an den aktuellen Stand der technischen Forschung angepasst sind.“

Zudem werde die korrekte kryptographische Implementierung aller Komponenten, die für die Verschlüsselung und Entschlüsselung zuständig sind, wie etwa die Gesundheitskarte, der Heilberufsausweis oder der Konnektor, auch durch das BSI im Rahmen der „Common Criteria“-Evaluation überprüft. Letzteres bezeichnet eine Evaluation auf der Grundlage gemeinsamer Kriterien für die Prüfung und Bewertung von Informationstechnik.

Laut gematik ergeben sich aus dem NSA-Skandal daher keine unmittelbaren Konse­quenzen für das Projekt „elektronische Gesundheitskarte und Tele­ma­tik­infra­struk­tur“. Das BSI habe in einer Stellungnahme vom 13. September 2013 die Sicherheit der in der TI gespeicherten Daten bestätigt. © KBr/aerzteblatt.de

Themen:

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Avatar #94457
schneeputtel
am Donnerstag, 26. September 2013, 08:32

Wie braun muss man in Zeiten von NSA et al. eigentlich sein....

um weiterhin steif und fest zu behaupten, irgendeine Verbindung über welche Telematik wäre irgendwie sicher. Sicher ist nur, dass nichts sicher ist!

kopfschüttel....
LNS

Nachrichten zum Thema

7. Juli 2020
Berlin – Im Zusammenhang mit der Störung der Tele­ma­tik­infra­struk­tur (TI) droht unter Umständen ein langwieriger Rechtsstreit. Die Gematik sieht sich als für den Aufbau der TI verantwortliche
Gematik droht langwieriger Rechtsstreit wegen TI-Störung
3. Juli 2020
Berlin – Die Digitalisierung im Gesundheitswesen kommt einen weiteren Schritt voran. Der Bundestag hat heute dem Patientendatenschutzgesetz (PDSG) zugestimmt, mit dem nun verbindliche Regelungen zur
Elektronische Patientenakte nimmt nächste Hürde
3. Juli 2020
Berlin – Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) appelliert eindringlich an alle Ärzte und Psychotherapeuten, sich rechtzeitig um die nötige Technik für die kommenden Anwendungen der
Was Ärzte jetzt für die Tele­ma­tik­infra­struk­tur brauchen
3. Juli 2020
Berlin – Fast drei Viertel der Deutschen befürworten die geplante elektronische Patientenakte (ePA). Laut einer heute in Berlin veröffentlichten Umfrage des Bundesverbandes der Arzneimittel-Hersteller
Viele Deutsche befürworten elektronische Patientenakte
1. Juli 2020
Berlin – Zur Verbesserung der Versorgungsqualität sollen künftig auch die Kassenärztlichen Vereinigungen wie auch die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) digitale Innovationen fördern und diese
KBV soll digitale Innovationen finanziell fördern können
1. Juli 2020
Berlin – Im Zusammenhang mit der Coronapandemie hat die Digitalisierung der Medizin in Deutschland einen „erheblichen Schub“ erfahren. Diese Zwischenbilanz der vergangenen Monate zog Klaus Reinhardt,
Bundesärztekammer erwartet weiteren Digitalisierungsschub
1. Juli 2020
Berlin – Die Coronakrise hat telemedizinische Anwendungen verstärkt in den Blick gerückt. Auch in der Suchttherapie gewinnen Möglichkeiten der kontaktlosen Behandlung zunehmend an Bedeutung, wenn auch
VG WortLNS

Fachgebiet

Stellenangebote

    Anzeige

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER