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Ärzteschaft

Wirksamkeit und Stellenwert der Prävention: Symposium der Bundesärztekammer

Donnerstag, 26. September 2013

Berlin – Das vorzeitige Auftreten von Krankheit und körperlichen Beeinträchtigungen zu verhüten, ist ein Grundkonzept medizinischen Handelns. Die bestehenden Vorsorgeprogramme beschränken sich allerdings weitgehend darauf, bereits manifestierte Krankheiten beziehungsweise ihre ersten Symptome frühzeitig zu erkennen.

Die Bundesärztekammer möchte bei einem Symposium neue Erkenntnisse zu relevanten biologischen, psychischen und sozialen Einflussfaktoren für die Entstehung der vorherrschenden chronischen Erkrankungen exemplarisch darstellen und über frühzeitige Präventionsmöglichkeiten diskutieren. Dabei geht es den Veranstaltern insbesondere um den wissenschaftlichen Nachweis der Wirksamkeit von Präventionskonzepten.

„Wie hoch das Risiko ist, eine Adipositas zu entwickeln, entscheidet sich schon lange, bevor der Nachwuchs selbst nach dem Schokoriegel oder der Chipstüte greifen kann – während der Schwangerschaft und im Säuglingsalter“, betont Berthold Koletzko, Leiter der Abteilung für Stoffwechsel und Ernährung am Dr. von Haunerschen Kinderspital der Ludwigs-Maximilians-Universität (LMU) München und einer der Referenten des Symposiums.

„Die Zeiten, zu denen eine extreme Adipositas ausschließlich als Folge einer Willens­schwäche interpretiert werden konnte, sind vorbei“, weiß auch Anke Hinney, Leiterin der Forschungsabteilung Molekulargenetik an der Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters des Universitätsklinikums Essen. „Das Wissen über vorliegende Mutationen könnte auch für die Prädiktion verwendet werden. So könnten normalgewichtige Kinder identifiziert werden, deren Wahrscheinlichkeit einer späteren Adipositasentwicklung hoch ist. Diese Kinder könnten dann frühzeitig in Adipositaspräventionsprogramme eingebunden werden.“

Das Symposium findet am 11.Oktober 2013 in Berlin statt, eine schriftliche Anmeldung ist erforderlich. © EB/aerzteblatt.de

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