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Diabetes Gesellschaft appelliert an G-BA

Freitag, 27. September 2013

Berlin – Die Deutsche Diabetes Gesellschaft hat an den Gemeinsamen Bundes­ausschuss (G-BA) appelliert, den „echten Nutzen“ moderner Antidiabetika für die Betroffenen anzuerkennen. Am 1. Oktober wird der G-BA im Rahmen des Arznei­mittelneuordnungsgesetzes über den Zusatznutzen des Bestandsmarkts der DPP-4-Inhibitoren entscheiden.

Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) war im Dezember 2012 im Rahmen einer Nutzenbewertung zu der Einschätzung gelangt, dass für die DPP-4-Inhibitoren nur in einer sehr speziellen Situation ein geringer Zusatznutzen besteht. Diesen erkennen die Kölner Wissenschaftler ausschließlich für den Stoff Sitagliptin für das Therapieziel normnahe Blutzuckereinstellung in der freien Kombination als Zusatzmedikation zu Metformin gegenüber der Vergleichstherapie Metformin plus Sulfonylharnstoff an.

Die DDG sieht in der Bewertung des IQWiG Mängel und hat vor den Folgen einer nega­tiven Entscheidung des G-BA gewarnt. Dann könnte es sein, dass diese Medika­mente Patienten in Deutschland nur noch sehr eingeschränkt oder überhaupt nicht mehr zur Verfügung stehen, so die Fachgesellschaft.

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Sie müssten dann auf die weitaus unsichereren Sulfonylharnstoffe oder auf Insulin umgestellt werden. Aus Sicht der DDG haben die DPP-4-Inhibitoren aber gerade gegenüber den sonst sehr häufig gebräuchlichen Sulfonylharnstoffen den großen Vorteil, dass sie sehr viel seltener Hypoglykämien hervorrufen und nicht zu einer Zunahme des Körpergewichts führen.

Aus Sicht der DDG wäre es wünschenswert, wenn der G-BA zu einer anderen Einschätzung als das IQWiG käme. Wissenschaftliche Argumente dürften nicht durch Überlegungen zur Kosteneinsparung im Gesundheitswesen beiseitegeschoben werden, forderte die Fachgesellschaft. © hil/aerzteblatt.de

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