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Studentenwerke und Gewerkschaften für neues BAföG

Montag, 30. September 2013

Berlin – „Zehn Eckpunkte für ein modernes BAföG“ hat das Deutsche Studentenwerk (DSW) gemeinsam mit dem Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) vorgelegt. Die beiden Organisationen fordern darin eine BAföG-Erhöhung um mindestens zehn Prozent mög­lichst rasch nach der Bundestagswahl. „Damit Studierende aus ärmeren Familien nicht die Leidtragenden des föderalen Gegeneinanders bleiben, muss ein verlässlicher Infla­tions­ausgleich festgeschrieben werden“, sagte die Stellvertretende DGB-Vorsitzende Elke Hannack angesichts der Tatsache, dass sich Bund und Länder bisher nicht auf eine BAföG-Reform verständigen konnten.

„Es muss Schluss sein mit einer BAföG-Politik je nach Kassenlage“, forderte auch DSW-Präsident Dieter Timmermann. Er erinnerte daran, dass der BAföG-Bericht der Bundesregierung bereits im Januar 2012 einen Erhöhungsbedarf von mindestens fünf Prozent bei den Bedarfssätzen und von mindestens sechs Prozent bei den Freibeträgen formuliert hatte.

Gemeinsam fordern DGB und DSW außerdem, die Altersgrenzen beim BAföG abzuschaffen. Derzeit erhalten Bachelor-Studierende nur BAföG, wenn sie beim Studienbeginn höchstens 30 Jahre alt sind, beim Beginn eines Master-Studiums höchstens 35 Jahre.

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Auch ein Teilzeitstudium sollte förderungsfähig sein, fordern die Organisation weiter. Derzeit studierten zwar formal nur ein Prozent der Studierenden in einem Teilzeit­studiengang, ein weiteres Prozent berufsbegleitend und drei Prozent absolvierten ein sogenanntes Duales Studium. Allerdings habe die jüngste DSW-Sozialerhebung ergeben, dass 22 Prozent der Studierenden, die in Vollzeitstudiengängen einschrieben seien, faktisch Teilzeit studierten.

Gewerkschaftsbund und Studentenwerk fordern die neue noch zu bildende Bundesre­gierung dazu auf, mittelfristig ein Finanzierungskonzept für lebenslanges Lernen zu etablieren. „Hierzu müssen zahlreiche Elemente der Bildungsfinanzierung – zum Beispiel BAföG, Meister-BAföG, Bildungsprämie –, die bisher unverbunden nebeneinander stehen, im Rahmen eines Gesamtkonzepts harmonisiert werden“, schreiben DGB und DSW. © hil/aerzteblatt.de

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