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Ärzteschaft

Ärzteverbände und Psychotherapeuten unzufrieden mit Honorarplus

Montag, 30. September 2013

Berlin – Kritik am Verhandlungsergebnis zwischen der Kassenärztlichen Bundes­vereinigung (KBV) und dem Spitzenverband der Krankenkassen hat der Deutsche Hausärzteverband geübt. Auch Fachärzte – vertreten durch den NAV-Virchowbund – und Psychotherapeuten sind unzufrieden. „Die Steigerung des Orientierungswertes um 1,3 Prozent gleicht die Inflationsrate und die Kostenentwicklung in den Arztpraxen nicht aus“ sagte Ulrich Weigeldt, Bundesvorsitzender des Deutschen Hausärzteverbandes. Er kritisierte, dass von den zusätzlichen Mitteln für die Grundversorgung nur die Hälfte in den hausärztlichen Topf fließen solle.

„Keinen Anschluss an die Kostenentwicklung“ finden die Facharztpraxen nach einer Steigerung des Orientierungspunktwertes um 0,9 Prozent bei der vergangenen Verhandlungsrunde und 1,3 Prozent für 2014 nach Auffassung des NAV-Virchowbundes. Der Vorsitzende des NAV-Virchow-Bundes, Dirk Heinrich, kritisierte insbesondere, dass es keine Ausbudgetierung der haus- und fachärztlichen Grundleistungen geben werde. „Dies ist unbedingt notwendig, um den Ärzten in der Grundversorgung endlich das Morbiditätsrisiko von den Schultern zu nehmen“, so Heinrich.

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Die Psychotherapeuten wiederum sind unzufrieden, weil „die Schere der Einkommen zwischen den somatischen Medizinern und den Psychotherapeuten weiter auseinander­geht“, so der Bundesvorsitzende der Deutschen Psychotherapeuten­vereinigung (DPtV) Dieter Best.

Die diesjährigen Honorarverhandlungen brächten einem Arzt je nach Ausgang der noch kommenden regionalen Verhandlungen durchschnittlich 3.500 bis 5.000 Euro Umsatzzuwachs für das Jahr 2014. Psychotherapeuten profitieren von den Honorarverhandlungen mit einem Plus von höchstens 1.200 deutlich weniger als Ärzte, so Bests Berechnung. © hil/aerzteblatt.de

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