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Medizin

Demenz möglicherweise durch Stress mitbedingt

Mittwoch, 2. Oktober 2013

Mölndal – Psychosoziale Belastungen im mittleren Lebensalter können das Risiko für eine Demenz im Alter erhöhen. Zu diesem Ergebnis kommt eine seit 1968 laufende Studie der Arbeitsgruppe um die Erstautorin Lena Johansson vom Institut für Neurowissenschaften und Physiologie an der Gothenburg Universität, Mölndal, Schweden, im British Medical Journal (doi:10.1136/bmjopen-2013-003142).

Die prospektive Langzeit-Bevölkerungsstudie untersuchte 800 Frauen zwischen 38 und 54 Jahren von 1968 an. Während 37 Jahren Follow-ups befragten die Wissenschaftler die Frauen hinsichtlich verschiedener Stressoren wie Scheidung, Tod des Ehepartners, berufliche Probleme oder ernsthafte Erkrankung eines Familienmitgliedes sowie deren Auswirkungen auf die Frauen. Anhand der Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders (DSM-III-R) Kriterien bewerteten die Wissenschaftler die mögliche Entwicklung einer Demenz.

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Innerhalb des Follow-up-Zeitraums erkrankten 19 Prozent der Frauen an Demenz, (13 Prozent an Alzheimer-Demenz, sechs Prozent an anderen Demenz-Formen). 425 Frauen verstarben im Beobachtungszeitraum. Wenn die Frauen 1968 Stressoren angegeben hatten, erhöhte sich ihr Risiko, an Demenz zu erkranken, um 15 Prozent.

Das Risiko, an einer Demenz vom Alzheimer-Typ zu erkranken, stieg sogar um 20 Prozent. Die Anzahl psychosozialer Stressoren und langandauernder Stress waren unabhängige Prädiktoren für eine Demenzentwicklung.

Die Autoren empfehlen weitere Studien zur Bestätigung dieser Ergebnisse. Auch die Wirksamkeit von Stressmanagement und Verhaltenstherapie bei Menschen, die psychosoziale Stressoren angeben, sollte untersucht werden, empfehlen sie. © hil/aerzteblatt.de

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