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Ärzteschaft

Ärztekammer: Viele Krankenhäuser in Bayern sind bedroht

Montag, 7. Oktober 2013

München – Die Bayerische Lan­des­ärz­te­kam­mer hält viele Krankenhäuser im Freistaat für bedroht. Die Hälfte der knapp 400 Kliniken mache derzeit Verlust, sagte Kammer­präsident Max Kaplan am Montag in Bamberg. Vor allem kleine Häuser mit weniger als hundert Betten seien existenzgefährdet – rund 50 Kliniken fallen in diese Gruppe. Bundes- und Landespolitik müssten die nachhaltige Finanzierung der Kliniken sicherstellen, die Finanzierung über Fallpauschalen müsse überarbeitet werden.

Kaplan räumte aber zugleich ein, es gebe noch viele ungenutzte Möglichkeiten zur Zusammenarbeit unter den Kliniken, aber auch mit Ärzten mit eigener Praxis. „Es hat keinen Sinn, wenn jedes Haus alles vorhalten will“, sagte der Kammerpräsident. Die Zusammenarbeit mit Belegärzten sollte wieder ausgebaut werden.

Der Bayerische Oberste Rechnungshof (ORH) hatte im März erklärt, von 65.000 Klinikbetten im Bayerischen Krankenhausplan könnten 6.000 gestrichen werden. Kaplan widersprach: Es sei wichtig, für Notsituationen wie etwa eine Grippe-Epidemie ausreichend Reserve vorzuhalten. „Deswegen wäre ich sehr vorsichtig mit einem Bettenabbau“, sagte der Ärztepräsident.

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Grundlegende Veränderungen fordert die Ärztekammer bei der Bezahlung von Notärzten. Heute bekomme ein Notarzt in ungünstigen Fällen nur elf Euro pro Stunde, kritisierte Vizepräsidentin Heidemarie Lux. Deshalb ließen sich immer weniger Ärzte für eine Bereitschaft einteilen. „Das ist nicht attraktiv, so geht es schlicht und einfach nicht“, sagte sie. © dpa/aerzteblatt.de

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