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Medizin

Fettschürzen-Ent­fernung verbessert Gewichtskontrolle nach Magenbypass

Dienstag, 8. Oktober 2013

Genf – Fettschürzen-Entfernungen nach einem Magenbypass könnten Patienten langfristig helfen, ein niedrigeres Körpergewicht zu halten. In der Oktoberausgabe von Plastic and Reconstructive Surgery berichten Ali Modarressi und Mitautoren von der Universität Genf über entsprechende Ergebnisse (doi: 10.1097/PRS.0b013e31829fe531).

Ein Magenbypass wird in Deutschland rund 2.000 Mal pro Jahr angelegt. Die meisten Patienten verlieren einen Großteil ihres Übergewichts. Aber etwa die Hälfte aller Operierten nimmt zwei Jahre nach der Bypassoperationen wieder zu. Die gesundheit­lichen Vorteile, die das Ziel der Operation sein sollen, können somit zunichte werden.

Die massive Gewichtsabnahme nach der Operation führt häufig zur Fettschürzen-Bildung an Oberarmen, Brust und Bauch. Die Krankenkassen übernehmen die Kosten für die Entfernung der überflüssigen Haut nur in speziellen Fällen.

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Die Ärzte verglichen 200 Patienten, von denen rund die Hälfte eine zusätzliche Fett­schürzen-Entfernung nach Gewichtsabnahme erhielt. Die durchschnittliche Gewichts­abnahme der Patienten betrug 45,2 kg nach zwei Jahren. Die jährliche Gewichtszunahme nach diesen zwei Jahren war in der Gruppe mit der Fettschürzenentfernung signifikant niedriger (1,78 kg/ Jahr vs. 0,51 kg/Jahr, p-Wert = 0.001).

Nach sieben Jahren war der gewichtsstabilisierende Effekt ebenfalls statistisch signifikant (10,8 Prozent Gewichtszunahme versus 3,6 Prozent, p-Wert < 0.001). Unter Berück­sichtigung des verlorenen Gewichts durch die Fettschürzenentfernung betrug die durchschnittliche Gewichtszunahme nach sieben Jahren 22,9 Kilogramm in der nicht operierten Gruppe, gegenüber 6,2 kg in der zusätzlich operierten Gruppe.

Der Mangel an Studien zur Kosteneffektivität der Fettschürzen-Entfernung verhindert nach Meinung der Forscher bisher die Kostenübernahme durch die Krankenkassen. Falls die geringere Gewichtszunahme zu weniger Folgeerkrankungen führt, könnte sich die zusätzliche Operation auch in finanzieller Hinsicht lohnen, meinen sie.

© hil/aerzteblatt.de

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