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Politik

Zuschüsse für Landärzte in Niedersachsen wegen mangelnder Anträge gekürzt

Mittwoch, 9. Oktober 2013

Hannover – Die rot-grüne Landesregierung will ab 2014 die Zuschüsse für Landärzte in Niedersachsen von einer Million auf 400.000 Euro senken. Angesichts der Antragslage drohe dadurch kein Notstand, vielmehr stünden ausreichend Mittel zur Verfügung, um zielgerichteter zu fördern, sagte ein Sprecher des Sozialministeriums heute in Hannover.

Seit der Einführung der Zuschüsse 2012 seien 63 Anträge gestellt worden, von denen 43 bewilligt wurden. Fünf Anträge seien wegen Geldmangels nicht bewilligt worden. „Es gibt jetzt nicht die große Antragsschwemme, so dass ein Notstand droht“, betonte der Sprecher.

Die FDP-Sozialpolitikerin Sylvia Bruns übte Kritik an den geplanten Kürzungen. „SPD und Grüne schaffen neue Stellen in der Verwaltung in Hannover und kürzen bei den Land­ärzten. Weiter weg von den Bedürfnissen auf dem Land kann eine Landesregierung gar nicht sein“, sagte die sozialpolitische Sprecherin der FDP-Fraktion.

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Die Ärzteversorgung in der Fläche sei ein wichtiger Faktor für die Zukunftsperspektive eines Flächenlandes wie Niedersachsen. „Die Nähe zu einem Arzt gehört zur Grund­versorgung“, betonte Bruns. FDP und CDU hätten in den vergangenen Jahren mit einem Bündel von Maßnahmen damit angefangen, dem Landärztemangel vorzubeugen. „Dass Rot-Grün einen wichtigen Bestandteil davon wieder einkassiert, ist eine Enttäuschung“, so Bruns.

© dpa/hil/aerzteblatt.de

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