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Neue Servicestelle Demenz an der Uniklinik Mainz

Donnerstag, 10. Oktober 2013

Mainz – Die Universitätsmedizin Mainz hat eine Servicestelle für Patienten mit kognitiven Einschränkungen oder Demenz hat eröffnet. Sie soll Patienten, Angehörige und Pflegekräfte unterstützen, wenn die Patienten zusätzlich zu ihrer kognitiven Beeinträchtigung an anderen Erkrankungen leiden und ärztliche Hilfe benötigen.

„Mit der steigenden Anzahl älterer Patienten nimmt auch in der Universitätsmedizin Mainz der Anteil derjenigen Patienten zu, die kognitive Einschränkungen bis hin zur Demenz aufweisen. Für Demenzkranke kann ein Krankenhausaufhalt jedoch eine verstörende und beängstigende Situation sein“, hieß es aus der Universitätsmedizin in Mainz. Unruhe, Abwehr oder andere herausfordernde Verhaltensweisen seien typische Reaktionen.

Die neue Servicestelle bietet für Patienten mit Gedächtnis- und Orientierungsstörungen einen persönlichen Begleitdienst zu Untersuchungen innerhalb der Klinik an und unterstützt die Patienten sowie deren Angehörige bei den organisatorischen Angelegenheiten des Kranken­haus­auf­enthaltes. Eine weitere Aufgabe besteht darin, neue Lösungsansätze für die Behandlung, Betreuung und Begleitung von kognitiv beeinträchtigten Patienten zu entwickeln und diese den Beschäftigten der Universitätsmedizin Mainz durch Schulungen zu vermitteln.

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„Die pflegerische Versorgung von Patienten mit Demenz im Krankenhaus ist für die Mitarbeiter eine große Herausforderung und verlangt viel von ihnen ab. Mit dem Serviceangebot der Servicestelle Demenz wollen wir sie hierbei gerne unterstützen“, sagte Evelyn Möhlenkamp, Pflegevorstand der Universitätsmedizin Mainz.

Bei der Servicestelle Demenz handelt es sich um ein Modellprojekt, an dem zehn Stationen aus fünf verschiedenen Kliniken und Zentren der Universitätsmedizin Mainz beteiligt sind. Das Modellprojekt ist zunächst auf zwei Jahre angelegt. Es wird durch das rheinland-pfälzische Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie über einen Zeitraum von zwei Jahren mit 53.000 Euro gefördert und über eine entsprechende Begleitforschung wissenschaftlich evaluiert.

© hil/aerzteblatt.de

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