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Düsseldorf: Neuer Modellstudiengang startet im Wintersemester

Donnerstag, 10. Oktober 2013

Düsseldorf – Die Medizinische Fakultät der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf startet zum Wintersemester eine neue Art des Medizinstudiums, das „Düsseldorfer Curriculum“. Die zuständigen Ministerien für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter sowie Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes haben die Studien- und Prüfungsordnung – und damit den Modellstudiengang – am 4. Oktober genehmigt.

„Durch frühen Patientenbezug möchte wir die Orientierung hin zum klinisch-tätigen Arzt stärken und durch eine Reform der klinisch- praktischen Ausbildung den Anforderungen der Patienten und der Gesellschaft Rechnung tragen“, sagte der Dekan der Fakultät, Joachim Windolf.

Traditionell ist das Medizinstudium in zwei Jahre Vorklinik, drei Jahre Klinik und praktisches Jahr gegliedert. Das Wissen wird fachbezogen vermittelt, und der Student lernt für die Prüfungen der jeweiligen Fächer, um Leistungsnachweise zu erwerben. Im Modellstudiengang hingegen steht ein integrativer, interdisziplinärer und kompetenz­orientierter Ansatz mit drei Qualifikationsphasen im Vordergrund.

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Jeder Themenblock mit schriftlicher Prüfung
Die Studieninhalte sind von Anfang an in Themenblöcken organisiert, zu denen die einzelnen Fächer beitragen. So werden zum Beispiel im Block „Der menschliche Körper – Fokus Bewegung“ ausgehend von typischen Krankheitsbildern die Hebelgesetze der Physik, der anatomische Aufbau des Bewegungsapparats und die Struktur der wichtigsten Gewebe sowie die körperliche Untersuchung des Bewegungsapparats vermittelt. Jeder Themenblock schließt mit einer schriftlichen Prüfung ab – die Prüfungen der ersten drei Studienjahre bilden zusammen mit einer mündlichen und praktischen Prüfung die Ärztliche Zwischenprüfung.

In der zweiten Qualifikationsstufe, den Studienjahren vier und fünf, werden die erworbenen Kompetenzen im klinischen Zusammenhang vertieft. Die Studierenden entwickeln fallbezogen Konzepte für Vorbeugung, Diagnostik und Behandlung. Diese Phase schließt mit dem zweiten Abschnitt der Ärztlichen Prüfung ab.

Die dritte Qualifikationsstufe entspricht dem praktischen Jahr mit einer Ausbildung über 48 Wochen im Universitätsklinikum, in Lehrkrankenhäusern und -praxen, insbesondere in der Allgemeinmedizin. „Wir bieten damit ein attraktives Studium an, womit wir nicht zuletzt die besten Studierenden für die Heinrich-Heine-Universität gewinnen möchten“, sagte der Rektor der Universität, Michael Piper.

© hil/aerzteblatt.de

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