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Die Deutschen haben Angst vor Demenz

Donnerstag, 10. Oktober 2013

Berlin – Drei von vier Deutschen (74 Prozent) empfinden den Gedanken an eine eigene Demenzerkrankung als bedrohlich, 97 Prozent schätzen das Zusammenleben mit einem Erkrankten als außerordentliche Belastung ein. Trotzdem haben knapp 84 Prozent der Bürger, das Bedürfnis zu helfen. Das ergab eine repräsentative Befragung von 1.795 Personen für den Gesundheitsmonitor von Bertelsmann Stiftung und der Krankenkasse Barmer-GEK. Die Wissenschaftler des Universitätsklinikums Hamburg Eppendorf wollten mit der Studie Erfahrungen mit Dementen, emotionale Reaktionen und das Wissen über Alzheimer ermitteln.

In Deutschland haben etwa 1,5 Millionen Menschen eine Demenzdiagnose. Zu den Ergebnissen der aktuellen Umfrage gehört unter anderem, dass knapp die Hälfte der Befragten (45 Prozent) schon einmal Kontakt zu Dementen hatte. Von diesen war etwa jeder Vierte (27 Prozent) in der Vergangenheit oder zum Befragungszeitpunkt persönlich in die Betreuung eines Demenzkranken eingebunden.

Beim konkreten Faktenwissen über die Erkrankung Demenz bestehen laut der Umfrage die meisten Unklarheiten bei der Diagnostik. Symptome und Erscheinungsbild von Demenz sind dagegen offenbar recht gut bekannt.

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Gefragt nach den Emotionen, die eine Begegnung mit Demenzkranken auslöst, berichtet knapp ein Viertel, dass Demenzkranke Angst bei ihnen auslösen. 39 Prozent fühlen sich verunsichert, und 46 Prozent gaben an, Unbehagen zu empfinden.

Gleichzeitig empfinden 82 Prozent der Befragten Mitleid, sechs von zehn Befragten verspüren Sympathie. „Demenzerkrankte lösen damit offenbar deutlich mehr prosoziale Einstellungen aus als Menschen mit anderen psychischen Erkrankungen wie Depressionen oder Schizophrenie“, hieß es aus der Bertelsmann-Stiftung und der Barmer-GEK. © hil/aerzteblatt.de

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H.-D. Falkenberg
am Freitag, 11. Oktober 2013, 16:14

Die Deutschen haben Angst vor Demenz.

Die Zahlen sprechen für sich. Auch in diesem Gutachten wird postuliert, dass es eine eindeutige Entscheidung aller Beteiligten für die Pflege "zuhause" gibt. Somit müssen adäquate Wohn- und Betreuungsformen gefördert werden, die zumindest vorübergehend als Alternative zum Pflegeheim dienen können. Die RehaCare in Düsseldorf zeigte einige Möglichkeiten auf. Siehe hierzu auch: Falkenberg, Muss es immer Altenheim sein?
LNS

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