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Politik

Von der Leyen: Mehr in Gesundheit der Älteren investieren

Donnerstag, 10. Oktober 2013

Berlin – Das Bundesarbeitsministerium fordert Arbeitgeber dazu auf, mehr in die Gesundheit der älteren Beschäftigten zu investieren und durch Prävention längeres Arbeiten möglich zu machen. Nur so könne die deutsche Wirtschaft international stark bleiben, erklärte das Ministerium heute in Berlin. Es veröffentlichte den dritten Fortschrittsreport „Altersgerechte Arbeitswelt“.

Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) appellierte an die Arbeitgeber, das Augenmerk insbesondere stärker auf den psychischen Arbeitsschutz zu richten. Die Ursachen für Stress und Burn-out seien so vielfältig wie die deutsche Wirtschaft. Deshalb stünden gemeinsam mit der Politik die Arbeitgeber und Gewerkschaften an vorderster Front in Verantwortung, so von der Leyen.

Laut Fortschrittsreport haben sich Gesundheit und Arbeitsschutz grundsätzlich verbessert: Ältere seien im Durchschnitt gesünder als früher, die Zahl der Arbeitsunfälle und der Arbeitsunfähigkeitstage sei seit langem rückläufig. Allerdings rücken nach Darstellung des Berichts psychische Leiden zunehmend in den Fokus: Sie verursachen inzwischen etwa 13 Prozent der Arbeitsunfähigkeitstage und stellen mittlerweile die häufigste Frühverrentungsursache dar.

Im Jahr 2011 entfielen etwa 59 Millionen Krankheitstage auf psychische Erkrankungen und Verhaltensstörungen, rund 10 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Allein für das Jahr 2011 werden die Kosten des Produktionsausfalls aufgrund psychischer Erkrankungen auf knapp sechs Milliarden Euro geschätzt, die verursachten Krankheitskosten fast auf das Fünffache.

Nach Darstellung des Ministeriums sind mittlerweile 62 Prozent der 55- bis 64-Jährigen erwerbstätig, dies sei auch im EU-Vergleich ein weit überdurchschnittlicher Wert. 2010 war der erste Bericht zur altersgerechten Arbeitswelt im Zusammenhang mit der Diskussion um die Rente mit 67 erschienen. © kna/aerzteblatt.de

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